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Auch bei einer Europameisterschaft hängen die Trauben hoch – zumal die Titelkämpfe im Short Track für die Besten des Kontinents enorme Bedeutung besitzen. Italien wollte Werbung für den rasanten Sport in eigener Sache machen – was Arianna Fontana (mit dem 16. EM-Titel) und Co. gelang. Die starke Oranje-Delegation um Sjinkie Knegt nutzte die EM als Etappe zur Heim-WM Anfang März in Rotterdam. Die Ungarn unterstrichen ihre Entwicklung, Semen Elistratov und die russischen Kurvenflitzer präsentierten sich in Höchstform.

Dennoch. Bianca Walter hielt im dritten Semifinale auf der Langstrecke gut mit, kontrollierte anfangs das Feld, ehe die Kraft nachließ. Im Sprint stand die Dresdnerin im Viertelfinale, die ungünstigste Startposition aber ließ keine vordere Platzierung zu, im Gesamten belegte die 26-Jährige den 14. Rang. Aber ihre Strecke kommt am Sonntag: die 1000 Meter – und damit steigen die Hoffnungen auf die nächste Runde. Felix Spiegl erging es im 500-m-Viertelfinale ähnlich. Der frischgebackene 1500-m-Europameister Elistratov diktierte das Geschehen – und es tat sich für den Münchner keine noch so kleine Lücke zum Durchschlüpfen auf. Platz 16 in der Streckenwertung. Tom Rietzke nahm seine Chance in den Ranking-Rennen wahr. Sieger bei seinem 500-m-Einsatz ebenso wie über die lange Distanz. Ein Ausrufezeichen die Zeit des 21-jährigen Sachsen: 2:19,367 Minuten.

Die italienischen Fans feierten, die deutsche ST-Gemeinde schnupperte aus der Distanz EM-Luft. Die ARD übertrug die Rennen via Livestream. MDR-Experte Bodo Boeck sah ein „immer stärker werdendes deutsches Team“ und den gesamten Sport auf der Überholspur. Auch am Schlusstag kommen die „Championati Europei“ aus Torino ab ca. 14.00 Uhr via Internet in die gute Stube.