Manuel GrasManuel Gras - Doppelsieger in Klobenstein.
Foto: DESGphoto/Lars Hagen
Strahlende Sonne über Klobenstein, der paradiesische Blick über die Berge – auch Outdoor-Eisschnelllaufen hat seine Reize. Auf der auf über 1000 m hoch gelegenen Bahn in Südtirol trafen sich die Junioren zum letzten Weltcup vor dem Finale in Erfurt (11./12. Februar). Die Neo-Senioren nutzten ihre Startmöglichkeiten, um die Kufen heiß zu halten. Der Nachwuchs von Bundestrainer Jan Coopman sah sich einer qualitiativ wie quantitativ immensen Konkurrenz gegenüber. Felder mit über 60 Teilnehmern sorgten für High Life auf dem Hochplateau. Über 1000 m belegte Ole Jeske Platz 13, den Sprint beendete er – in 37,77 Sekunden (der siegreiche Chinese blieb unter der 36-er-Schallmauer) – auf Position 17. Lukas Mann und Paul Galczinsky belegten auf der Langdistanz (3000 m) die Ränge 13 und 14, Galczinksy wurde Dreizehnter im 1500-m-Rennen. Bei den Damen reduzierte sich das kleine DESG-Team auf Lea Sophie Scholz,  in Berlin von Robert Lehmann betreut. Über 1000 m erreichte die 17-Jährige ihr bestes Resultat, kam unter den Top 20.

Das Podest als Plattform nutzten die Neo-Senioren. Und zogen sich die Motivation quasi portionsweise rein. Kurz nach ihrem 21. Geburtstag zeigte sich Michelle Uhrig mega-präsent. Silber über 1000 m, Bronze im 3000-m-Wettbewerb und bei der Konkurrenz über 1500 m. Die Chance wahr genommen: für schnelle Runden und Erfolgs-Erlebnisse. Manuel Gras toppte das noch. Der 22-Jährige aus Erfurt kletterte nach dem 3000-m-Rennen (bei allerdings überschaubarer Konkurrenz) aufs höchste Podest. Am zweiten Tag gelang ihm dieses Kunsstück (über 1500 m) ein zweites Mal. Und strahlte mit der Sonne Südtirols um die Wette. Pedro Beckert beeendete das Wochenende mit Platz 1 im Massenstart des ISU Neo Senior World Cup. Patrick Beckert twitterte spontan – und mit Stolz – über den bisher größten Erfolg seines „kleinen“ Bruders und Trainingspartners in Erfurt. Offenkundig: auch Russlands und Italiens zweite Garde brachten sich auf der Freiluftbahn, international künftig wieder für Top-Wettkämpfe der Elite-Eisschnellläufer vorgesehen, in Schwung.