board 61507 17974Gangneung Ice Arena und Oval am Meer.
Foto: Pyeongchang2018
Seit Ende letzter Woche weilt das Team Germany in Gangneung, nahm die soeben fertiggestellte olympische Anlage (Kapazität: 12 000 Zuschauer) unter die Kufen. Auch die lange Anreise vom 70 km entfernten Hotel wurde logistisch gelöst. Die Eindrücke sind überwiegend positiv und die Stimmung ist gut. Bundestrainer Jan van Veen hat das Timing vor allem auf dieses Saison-Highlight (9. bis 12.2.) ausgerichtet. Andererseits sind die Titelkämpfe am Meer nur ein Schritt im Rahmen der Neuaurichtung des deutschen Eisschnelllaufens.

WM-TEAM GERMANY

Herren:

Patrick Beckert (26/Erfurt) – 5 km/10 km. „Mein Ziel ist eine Medaille. Hinter den Niederländern (Kramer/Bergsma) gehöre ich zu einer Handvoll Athleten, die um Platz 3 kämpfen“ – 2015 gewann er auf der Langdistanz Bronze, in diesem Winter 2. in Astana (5 km).

Moritz Geisreiter  (29/Inzell) – 5 km/10 km. Nahm beim Weltcup in Berlin über 5000 m quasi sein „Streichresultat“. Jetzt hofft er auf die Top Ten.

Nico Ihle (31/Chemnitz) – 500m/1000 m. Gold und Bronze beim Berlin-Weltcup „waren gut fürs Selbstbewusstsein. Ich spüre noch Reserven und hoffe auf Top-6-Platzierungen.“

Joel Dufter (21/Inzell) – 1000 m. „Das ist meine erste WM, da möchte ich keine Platzierungs-Prognose abgeben.“ Sein Ausreißer: Platz 5 in Heerenveen auf „seiner“ Distanz.

Damen:

Claudia Pechstein (44/Berlin) – 3000/5000 m/Massenlauf/TP. Mit knapp 45 zur 17. WM. Aufgrund von Beschwerden im Rücken und Oberschenkel könnte das Pensum reduziert werden. Etwa auf die 5000 m und den Team Pursuit.

Bente Kraus (27/Berlin) – 1500/3000/5000m/Massenlauf/TP. Platz 7 in Berlin mit einer guten Zeit war der Kick für Korea. „Die neue Technik klappt immer besser. Wenn alles passt…“

Stephanie Beckert (28/Erfurt) – 3000 m. 2010 schon zweifache Olympia-Medaillengewinnerin kämpft sie sich mit Ausdauer zurück. Ein schwerer Weg, der auch über Starts in der B-Division zur WM führte.

Gabriele Hirschbichler (33/Inzell) – 1000m/1500 m. „Die Technik klappt jetzt“, aber dennoch musste sie Enttäuschungen (Sprint-EM) hinnehmen. Platz 9 in Heerenveen über 1000 m.

Roxanne Dufter (24/Inzell) – 1000/1500m/TP. Die Leistungskurve zeigt nach oben. „Bei der WM hoffe ich auf 1500 m und vor allem den Team Pursuit.“ Die Staffel erreichte die Plätze 5, 4 (zweimal) und 2 (in Heerenveen).

Judith Dannhauer (34/Erfurt) – 500 m. „Mein Ziel ist Olympia, aber diese WM und die Sprint-WM sind Schritte nach vone.“ Mit Zähigkeit und Zeitmanagement kämpfte sich die junge Mama zurück. In Berlin erstmals wieder in der A-Gruppe.