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Junioren PodestJunioren auf dem Podest: Ole Jeske, Jeremias Marx und Max Reder.
Foto: Robert Lehmann
Auf der offenen Bahn nicht vom Wind verweht – sondern die gute Entwicklung unter Beweis gestellt. So lautet das Fazit der Eisschnelllauf-WM der Junioren in Helsinki. Eine Bronzemedaille (im Team Sprint), vier Top-5-Plätze und siebenmal unter den ersten Zehn. Damit konnte Bundestrainer Jan Coopmans zufrieden sein, seine sieben Athleten zeigten beim Saison-Höhepunkt gute Leistungen. „Das war OK“, so Coopmans, der registrierte, dass „von allen Ecken“ Erstaunen über das Abschneiden des DESG-Nachwuchses kam. „Allerdings“, so die prompte Einschränkung „fehlt uns teilweise die Stabilität.“ Auf einigen Strecken bleibt der Abstand zur Weltspitze deutlich, vor allem bei den jungen Damen.

Höhepunkt aus DESG-Sicht: der Team-Sprint, auch bei der Elite eine „deutsche Spezialistät“. Ole Jeske, Jeremias Marx und Max Reder lagen bis zur letzten Runde sogar in Führung, reihten sich dann – hinter den Niederlanden und Kanada – auf dem Bronze-Rang ein. Und grüßten vom Podium. Ein Moment, der auch Coopmans und die anderen Betreuer in schwarz-rot-gold rührte. „Das ist ein gutes Zeichen für unsere Arbeit.

Der siebte Rang von Paul Galczinsky über 1500 m, die Fortschritte des 17-jährigen Max Reder – und zum Schluss der Massenstart sorgten für ein zufriedenstellendes Fazit. Für die direkten Duelle hatten die Trainer ihre Schützlinge bestens eingestellt. Lea-Sophie Scholz und Tabea Theurich belegten die Plätze 4 und 5. „Das maximale Resultat“ (Coopmans). Sie katapultierten sich durch Punktegewinne beim Zwischensprint nach vorne. „Das wollen 80 Prozent des Feldes – aber wir haben das auch im Vorfeld trainiert“, so der Coach. Jeremias Marx, an WM-Tag II Zehnter über 1000 m, hatte schon beim Weltcupfinale seine Fähigkeiten in dieser Disziplin unterstrichen. Diesmal in der engen Kurve eingeklemmt, konnte er nicht in die Entscheidung eingreifen. Dafür spang Ole Jeske, sonst dafür zuständig, das „Peloton“ auseinanderzureißen, in die Bresche. Vierter  Da kam spontaner Applaus vom Trainer-Duo Coopmans/Robert Lehmann.

Der zugige Oulunkylä-Park: durchaus ein gutes Omen für die Zukunft des deutschen Nachwuchses. Fünf der sieben WM-Starter können sich auch 2018 bei den Junioren ins Zeug legen, nur Marx und Tabea Theurich rücken aufgrund des Alters auf.