Tschuss NicoNico verabschiedet sich in die Vorbereitung auf die olympische Saison. Foto: DESGphoto/Lars HagenWen sollte man feiern, am letzten Tag des Weltcup-Winters? Vorschlag I: Heather Bergsma, die über 1000 und 1500 m die Gesamtwertungen gewann, zudem die Gesamtaddition der Saison. Ein echter Zahltag (50 000 $) für die Amerikanerin. II: Die Japanerinnen, die (unter neuem niederländischen Trainer) wie Phönix aus der Asche emporstiegen: die superschnellen Damen um Nao Kodaira belegten die ersten drei Plätze bei der 500-m-Abrechnung. III: Und natürlich die Oranje-Jungs: wieder Gold, Silber, Bronze (und Rang 4) beim zweiten Sprint. Auch die DESG-Athleten verabschiedeten sich durchaus erfolgreich in die Pause. Die Teamsprinter durften aufs Bronzepodium (hinter Holland und Kanada). Claudia Pechstein (45) wurde Fünfte im Massenstart. Roxanne Dufter lief mit Saisonbestzeit (1:58,08 Minuten) auf Platz 8 über 1500 m. Die mäßige WM hatte die 25-Jährige abgehakt. Sie spricht von den Möglichkeiten, künftig unter die Top 6 zu skaten. Wenn die Technik auch auf den letzten 500 m voll zum Tragen kommt.

Und Nico? „Ein kleiner Patzer und man wird durchgereicht“, analysierte der Chemnitzer den Fehler nach dem Startschuss. Elfter beim neuerlichen NL-Festival in 35,19 Sekunden. „Abschalten, Beine hochlegen und Luft holen für die olympische Saison“, kündigte Ihle im ZDF-Interview seine Pläne für die nächsten Wochen an. Denn 2018 in Südkorea will er eine Olympia-Medaille. Ob über 500 m oder 1000 m. Vorher aber muss er – in der Vorbereitung – einen weiteren Schritt nach vorne unternehmen. Das sei erforderlich, „weil sich die anderen auch weiterentwickeln.“

Starke Zeiten auf besserem Eis am Sonntag – Stavanger bot gute Bedingungen beim Finale. Heather Bergsma lief einen 1500-m-Bahnrekord (1:54,92 Minuten). Bemerkenswert, das durchgehend hohe Niveau beim allerletzten Kufen-Event. Fast keiner hatte schon die Füße hochgelegt, sondern das Letzte aus dem Körper herausgeholt – nach fünf Monaten Vollgas auf den Geraden und in den Kurven.