170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

57458 1 lightbox ORDEN EF NoackWerner Noack 2011 mit Sozialministerin Heike Taubert (Foto: dp)Der Ehrenpräsident des Thüringer Eis-und Rollsportverbandes (TERV e.V.), Werner Noack, 2011 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, verstarb überraschend im Alter von 78 Jahren. Sowohl das Präsidium der DESG als auch der gesamte Verband spricht seiner Frau und Familie ihre Anteilnahme und aufrichtiges Beileid aus.

Lange Jahre wirkte er am Geschehen des Eissports mit; vor allem der Eisschnelllaufsport hat ihm viel zu verdanken. Seine Verdienste waren auch über die Stadt – und Landesgrenzen hinaus bekannt.

Gerd Heinze, langjähriger Weggefährte und ehemaliger DESG-Präsident, würdigt Leben und Wirken des Thüringers:

„Werner Noack stand von 1999 bis 2010 an der Spitze einer unserer leistungsfähigsten Landeseissportverbände der DESG. Als Standort mit zahlreichen nationalen und internationalen Ergebnissen im Leistungssport hatte der TERV e.V. einen wesentlichen Anteil an der guten Bilanz der DESG und eine besondere Bedeutung beim Erreichen neuer Zielsetzungen.

Sportfreund Werner hatte durch sein konstruktives Wirken entscheidenden Anteil an dieser erfolgreichen Entwicklung des Eisschnelllaufsports in Erfurt. Für seine erfolgreiche Arbeit erhält er viel Zuspruch und Anerkennung auf nationaler und internationaler Ebene. Getragen von den Idealen des Sports, der Liebe und Begeisterung für das Eisschnelllaufen, hat er mit Engagement, großer fachlicher Kompetenz und selbstlosem Einsatz für eine erfolgreiche Entwicklung der Sportart in Thüringen gearbeitet. Mit seinen Argumenten und überzeugendem Auftreten konnte er die Partner im Sport, in der Politik und Wirtschaft, für eine kontinuierliche Unterstützung und Förderung des Eisschnelllaufs gewinnen.  

Besondere Anerkennung verdienen die Anstrengungen zur Sicherung des Trainer-Finanzierungskonzepts des Landesfachverbandes für die Gewährleistung einer guten Ausbildung der Schüler, Talente, Kadersportler vom Schulsport bis zum Nachwuchsleistungssport der Junioren. Im Mittelpunkt standen für ihn immer die Sportler, Trainer und ehrenamtlichen Mitstreiter, er suchte die Nähe zu diesen Menschen. Mit dieser Fähigkeit hat er seinem Fachverband, dem Verein ESC, den Trainern und Aktiven auch in schwierigen Zeiten erfolgreich geholfen.

Mit der Fertigstellung der schönen Eisschnelllaufhalle im Dezember 2001 hat Werner Noack das Wettkampf- und Veranstaltungswesen neu ausgerichtet und den internationalen Richtwerten angepasst. Er formierte ein hervorragendes Team im Kampfrichterwesen, fand kompetente Mitarbeiter für das Organisationsbüro und mit Unterstützung der Partner wurde im Januar 2002 die Europameisterschaft im Mehrkampf durchgeführt. Diese internationale Taufe der neuen Halle war ein toller Erfolg für den Veranstalter, die Stadt und die DESG. Der Ausrichter erhielt viel Anerkennung von Teilnehmern, Zuschauern, Medien und der International Skating Union (ISU). Die Gunda Niemann-Stirnemann-Halle entwickelte sich zu einem sehr beliebten Trainings-und Wettkampfort für alle Alter- und Leistungsklassen in Europa und darüber hinaus.

Für das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement, seine Verdienste für Erfurt und den Eisschnelllaufsport erhielt Noack die Ehrennadel der DESG.“