2017 11 16 PHOTO 00000014Bibi: Perfekte Schräglage trotz Oberschenkelzerrung. Foto: B.WalterSonnenaufgang im Fernen Osten. Zumindest bildlich gesprochen für die deutschen Shorttrackerinnen. Beim letzten Quali-Weltcup fühlte sich zunächst Anna Seidel wohl auf dem Eis von Seoul. Platz 2 und damit Einzug ins Semifinale über 1500 Meter für die 19-jährige Dresdnerin. Die sich in Südkoreas Hauptstadt wohl fühlt und auskennt, hatte sie doch einen ganzen Sommer in Seoul gelebt: für Trainings-Maßnahmen und um die Gepflogenheiten der einheimischen Kurvenflitzer kennenzulernen.

Auf Anna folgte Bianca. Mit stark getaptem Oberschenkel überstand sie zwei Sprint-Läufe. Und katapultierte sich mit ihrer ersten Zeit unter 44 Sekunden einem Deutschen Rekord mit 43,429 sec (bisher Anna Seidel 43,807) ins Viertelfinale am Samstag. Aber wie konnte das – mit dem Handicap – funktionieren? “Guter Coach (Anm.: Daniel Zetzsche) an der Bande, Top-Kufen von Becks (Technik-Spezialist Robert Becker) und einem Team, das sich mit mir gefreut hat”, berichtet Bianca. “Und die Arbeit von Arzt und Physio: die geben sich hier mit unseren Problemstellungen die größte Mühe.” Ihr Dankeschön an Dr. Stefan Zwingenberger und Uwe Müller: Team GER – awesome an Tag I in Korea. Aber es geht auch um Alles. Der vierte ST-Weltcup bietet die letzte Gelegenheit, sich über die ISU-Rankings für das olympische Eis in Gangneung zu empfehlen. Am Freitag ist die Staffel gefragt.