Noch ein letzter Tag morgen auf dem Mokdong Ice Rink in Seoul – und das vorolympische Weltcup-Kapitel ist beendet. Danach sortiert der Weltverband ISU die Resultate, Quotenplätze und Streichresultate für die Teilnahme an den Winterspielen in Gangneung. Ein hochkomplexes System, wie selbst Insider bemerken. Die deutschen Damen hatten mit der Teilnahme am Halbfinale über 1500 m durch Anna Seidel und dem Viertelfinale im Sprint (Bianca Walter) Vorabeit geleistet. Am Samstag aber konnte das Dresdner Duo nicht nachlegen. Anna Seidel verpasste das B-Finale knapp, um am Ende Platz 15 im Strecken-Ranking zu belegen. Ihre Teamkameradin scheiterte im ihrem Lauf – und klassierte sich in der 500-m-Session als Vierzehnte.

Bei den Herren kämpfte “lonesome skater” Christoph Schubert mit allerletztem Einsatz gegen das Ausscheiden. Im Sprint zog sich der 23-Jährige eine Penalty-Disqualifikation zu. Aus der Traum? Über 1000 und 1500 m überstand “Schubi” die erste Runde, scheiterte aber dann gegen die Armada der Weltklasseläufer. Für ein Hallo-Wach-Erlebnis sorgte Kanadas Shorttrack-Legende Charles Hamelin: Sieg auf der Langdistanz für den 32-Jährigen aus Québec. Chapeau.

Am letzten Tag kann Anna Seidel einen Schlussstrich unter den ersten Weltcup-Block setzen. Über 1000 m steht die 19-Jährige im Viertelfinale, trifft dort auf Konkurrentinnen u.a. aus China, Kanada und Italien. Danach fliegt das DESG-Aufgebot nach Dresden, ehe im Dezember die nächsten Trainings-Einheiten in Utrecht auf dem Plan stehen.

P.S. Im Eissschnelllauf-Weltcup geht die Achterbahnfahrt für Judith Dannhauer weiter. Zunächst unerwartet über 500 und 1000 m in die A-Gruppe “gerutscht” – und dort gescheitert, meldete sich die Erfurterin am frühen Samstagmorgen in Stavanger mit dem Sieg in der B-Gruppe und einer guten Zeit von 38,90 Sekunden zurück. Damit kann die 35-Jährige bei den Weltcups in Nordamerika einen weiteren Anlauf Richtung Olympia unternehmen.