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Aufregung am letzten Tag des Shorttrack-Weltcups in Seoul. Anna Seidel startete in ihrem Viertelfinale über 1000 Meter – und handelte sich einen Penalty ein. Rote Karte anstatt des möglichen Aufstiegs in die Vorschlussrunde – um ein weiteres Ausrufezeichen im olympischen Winter zu setzen. „Dabei hätte es eher ein ‚Advancement‘ geben müssen,“ so DESG-Coach Daniel Zetzsche. Da die Dresdnerin selbst behindert worden war – und nicht umgekehrt. Aber die Jury blieb bei ihren Entscheidungen: PEN für die Sächsin sowie Arianna Fontana (Italien) in einem haarigen Rennen. Am Ende ging der Strecken-Sieg an Korea (Choi Min Jeong). Während in der Staffel erstmals in dieser Saison die Niederländerinnen triumphierten, denn Korea und China hatten sich vier Runden vor Schluss verhakt. Das Fazit aus deutscher Sicht zog Daniel Zetzsche mit den Worten: „Das war hier eine Steigerung zum ersten Asien-Weltcup in Shanghai. Wir haben das Potential für weiter nach oben.“

Auch bei den Herren flirtete Oranje mit Gold, um sich hauchdünn Koreas Olympia-Hoffnungen geschlagen zu geben. Über 1000 m hatte der Ungar Sandor Shaolin Liu die Kufe final vorne. Hier erwischte es Hollands Weltcup-Spitzenreiter Sjinkie Knegt im Halbfinale mit einem Penalty. Shorttrack-Auseinandersetzungen auf höchstem Niveau sind messerscharfe Duelle mit oft ungewissem Ausgang. Aber ein optischer Augenschmaus allemal, weshalb die Zuschauer in Südkorea aus dem Häuschen gerieten. „Das Publikum hier ist jedenfalls bereit für Olympia“, glaubt Zetzsche nach einem Wochenende in der vollen Halle. Der nächste Top-Termin aus deutscher Sicht: die EM-Titelkämpfe vom 12. bis 14. Januar 2018 in Dresden, dem europäischen Eldorado der Kurvenflitzer.