170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

DSC 1767 World Cup Thialf nov. 2017 MdJJoel Dufter will neue Bestmarken.
Foto: Martin de Jong
Das Olympic Oval in Calgary: eine Plattform für die Schnellsten der Welt. Auf dem Eis gleitet es so rasant, dass Rekorde und persönliche Bestzeiten purzeln dürften. 284 Eisschnellläufer wollen beim dritten Weltcup der Saison von Freitag bis Sonntag einen weiteren Schritt Richtung Olympische Spiele machen. Mittendrin Joel Dufter, der die Norm (zweimal Top 16) über 1000 Meter erfüllte und in Kanada auch im Sprint und über 1500 m an den Start geht. “Ich freue mich auf jedes Rennen”, sagt der Inzeller. Er sei entspannt, das Laufen gehe “geschmeidig” über die Bühne.

Damit kommt er zu seinen Zielen. “Top Ten über 1000 m und eine neue Bestzeit.” Bei der Sprint-WM im vergangenen Jahr hatte der 22-Jährige 1:07,88 Sekunden ins Eis gemeiselt. “Und wenn es hier noch nicht klappt, dann eben nächste Woche in Salt Lake City.” Die Bahn in Utah ist ebenso prädestiniert für flotte Runden – und ohne neue Bestmarken möchte Dufter Nordamerika auf keinen Fall verlassen.

Das DESG-Team erlebte am eigenen Leib, wie kanadischer Eis-Enthusiasmus funktiert. Man besuchte ein Heimspiel der Calgary Flames, das Hockey-Team ist das sportliche Aushängeschild der Olympiastadt von 1988 am Rande der Rocky Mountains. Ausverkauftes Haus, Bombenstimmung. Eishockey-Fan Joel berichtet aber auch von der Promotion für den Skating-Worldcup. Am Wochenende werden zahlreiche Puckjäger-Freaks die Kufenflitzer anfeuern: Team Canada ist bärenstark in die Saison gestartet und will beim Heimspiel begeistern.

Joel Dufter ist zum dritten Mal in Nordamerika. Er genießt den Rausch der Geschwindigkeit. “Der Aufwand, um auf Tempo zu kommen, ist deutlich geringer. Die Möglichkeit, noch schneller durch die Jurven zu gleiten, macht Spaß. Und wenn man danach abstoppen will, kommt man fast gar nicht zum Stehen...”

Das sehen die anderen DESG-Skater um Claudia Pechstein, Nico Ihle, Patrick Beckert, Roxanne Dufter und Moritz Geisreiter (alle mit erfüllter DOSB-Norm) ähnlich. Calgary ist Fun. Auch weil man vor dem ersten Start das Rennrad, bei bis zu 10 Grad, zum Training nutzen konnte. Die verschneiten Berge ringsherum sind  schon optisch ein Augenschmaus. Calgary zieht alle in seinen Bann.