SamuSamu mit Power ins "aktuelle sportstudio"Was für ein Erlebnis für Samuel Schwarz. „In Japan konnte ich diese Aktion, diesen Weltcupsieg, überhaupt nicht fassen“, blickt der 27-jährige Berliner auf sein größtes sportliches Erlebnis zurück. „Gleich nach der Rückkehr in Deutschland gingen minutenlang Glückwünsche per SMS auf meinem Handy ein, weil ich in Japan keinen Empfang hatte.“ Nun sind einige Tage vergangen – aber das Gefühl, „dass auch die Konkurrenten alle sehr freundlich gratuliert haben, auch Shani Davis und die Niederländer“, das wirkt nach.

Nun erst mal Pause machen? Von wegen. Zwar freut sich Samuel Schwarz darauf, die Weihnachts-Feiertage mit Freundin Lisa im Kreise seiner und ihrer Familie zu verbringen. „Aber jetzt beginnt auch eine lange Trainingsphase. Wir nützen die nächsten drei Wochen, um an den Grundlagen und an der Kraft zu arbeiten. Die Körner werden konsequent auf die WM in Inzell ausgerichtet.“ Mit neuer Motivation, freilich.
Am Donnerstag kam ungewohnter Besuch zu Samuel Schwarz: ZDF-Kameras filmten den Weltcupsieger in Berlin – für ein kleines TV-Porträt. Weshalb? „Ich wurde ins Aktuelle Sportstudio eingeladen“, verrät der Stabsunteroffizier der Bundeswehr. Am Samstagabend (23.00 bis 0.15 Uhr) wird er Eisschnelllauf-Experte und ZDF-Moderator Wolf-Dieter Poschmann Rede und Antwort stehen. „Aufgeregt? Nö, bisher nicht“, meint Samu cool. Und auch für den kultigen Wettkampf an der Torwand hat er sich noch nicht warm geschossen. „Die ZDF-Leute erzählten mir: wer viel übt, trifft dann nicht, wenn’s drauf ankommt.“ Und wenn er sechs Mal daneben kickt, ist’s auch egal: Schließlich ist Samuel nicht Fußballprofi geworden, sondern Eisschnellläufer. Aus gutem Grund.