StartschussAuf die Plätze, fertig... los! Foto: DESG-PresseIn Erfurt trägt der Mann mit der Startpistole einen knallroten Anorak – auf Grün steht die Ampel aber für den letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen. Prima Stimmung, viele Zuschauer, gutes Eis. Während nicht alle Nationen nach Thüringen gekommen sind (zum Beispiel Amerikaner und Japaner), stehen die Hoffnungsträger der DESG beim “Heimspiel” komplett am Start. Und erlebten einen gemischten Auftakt. Nico Ihle verlor schon auf den ersten Metern die Balance: Rang  17. Im Sprint nach 35,62 Sekunden. Während Judith Dannhauer “daheim” ein Top-Ten-Resultat über 500 m (Platz 7 in 38,56 Sekunden) erreichte und die Inzellerin Gabi Hirschbichler (Platz 10/38,95) ebenfalls sehr zufrieden sein konnte – denn beide liefen “Erfurt-Bestzeiten”.

Nicht alle Fans kamen pünktlich in die Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle. Der Wintersturm und starker Schneefall machten die Anreise häufig zur Odyssee. Gut, dass die deutschen Sportler schon seit einer Woche in Erfurt weilen und trainierten. Judith Dannhauer sowieso. Endlich mal zuhause beim Nachwuchs. So soll es auch bis zum Abfug nach Seoul bleiben. Und das ordentliche Rennen gibt etwas Zuversicht “und mir ein gutes Gefühl.” Auf den fulminanten Start folgte eine mäßige Gegengerade. Kein Wunder: ein grippaler Infekt hatte mehrere (wichtige) Trainingstage gekostet.

Nach 20 und 80 Meter “ins Eis eingehakt”. Da war für Nico Ihle erst die Balance schwierig und dann die Geschwindigkeit weg. “Das hätte sonst ein enges Rennen werden können”, glaubte der 32-Jährige nach dem Duell gegen den späteren russischen Sieger Pavel Kulizhnikov (35,03 Sekunden). “Aber so etwas haut mich nicht aus der Bahn. Ich habe hier ja noch drei Läufe.” In Erfurt stehen die 1000 Meter zweimal auf dem Programm, zudem der zweite Sprint am Sonntag. Sein Urteil bestätigen mehrere Kontrahenten. “Viele tun sich schwer auf dem Eis.” Das könnte sich am zweiten Wettkampf-Tag ändern.