Team mit FahneDas Shorttrack-Team mit der Sporthilfe-Flagge. Foto: Eva Wagner137 Sportler, Teilnehmer aus 27 Nationen: Die ISU Short Track Europameisterschaft in Dresden an diesem Wochenende entwickelt sich als letzter Test vor den Olympischen Spielen in Sotschi zu einem echtem Gradmesser. Vor dem ersten Startschuss am Freitag stellten sich Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev, die vier Einzelstarter Julia Riedel, Tina Grassow, Robert Seifert und Paul Herrmann sowie Vertreter des Organisationskomitees im Rahmen einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.
„Unser Ziel ist es zu zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind. Jedes Teammitglied hat für sich nach den durchwachsenen Weltcups neue Ziele definiert“, sagte Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev. Seine Vision lautet: „Beide Staffeln im Finale."

Mit Blick auf den Teamwettbewerb zeigt sich auch Olympia-Starter Robert Seifert optimistisch: „Wir haben auf jeden Fall auf unsere Weltcup-Leistung aufgebaut und wollen zeigen, was wir können.“ Für den gebürtigen Dresdner bedeuten die Titelkämpfe vor heimischem Publikum einen „absoluten Kick“ in Vorbereitung auf die Winterspiele. „Mein Ziel ist es, bei der EM ins Finale zu laufen, ob und was drin ist, kann ich nur schwer einschätzen. Ich möchte Wettkampferfahrung sammeln, mir Kraft und Selbstbewusstsein für Olympia holen.“
Nicht nur auf Seiten der Sportler steigt die Vorfreude. Auch die fast 100 ehrenamtlichen Helfer in und rund um die EnergieVerbund Arena fiebern dem Event entgegen. Bereits zum fünften Mal innerhalb von sechs Jahren suchen die „Kurvenkratzer“ auf dem Dresdner Untergrund ihre Besten. Dreimal gastierte der Weltcup im deutschen ST-Eldorado, nach 2010 werden an der Elbe zum zweiten Mal die Europameister gekürt. Abläufe und Prozesse sind deshalb weitgehend bekannt. „Es hilft uns sehr, dass wir auf ein eingespieltes Team zurückgreifen können“, weiß Uwe Rietzke, Vizepräsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) und Wettkampfleiter.
„Short Track gehört mittlerweile als feste Größe zu Dresden und ist kein losgelöstes Event mehr“, bestätigte Steffen Baronick, Hallenmanager der EnergieVerbund Arena, die Entwicklung. Seit Samstag ist das Team des Eigenbetriebes Sportstätten in die Vorbereitungen eingebunden. Die Eisfläche musste im Vergleich zum Eishockey verstärkt, Scheiben ab- und Schutzmatten aufgebaut werden. Bis zum Beginn der Wettkämpfe steht die begehrte Eisfläche den einzelnen Nationen zum Training zur Verfügung.
Im Vorverkauf wurden bereits 2000 Karten abgesetzt. „Wir haben in diesem Jahr bedeutend eher mit dem Vorverkauf begonnen. Das hat sich ausgezahlt“, berichtet sagt Frank Dittrich, Chef des Organisationskomitees.