170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Jenny Wolf 1Happy Birthday Jenny Wolf! Foto: ArchivIm Dauerregen das Olympische Dorf und die Adler-Arena, das Herz der Eisschnelllauf-Wettbewerbe, inspizieren stand auf dem Programm am Tag I der DESG-Delegation bei den Spielen von Sotschi. Quasi direkt vor den schön eingerichteten Quartieren rauscht die Brandung des Schwarzen Meeres. Noch wichtiger: Eis-Probe nach einem anstrengenden Reise-Tag via Frankfurt auf der neuen LH-Route in einem Airbus. „Alles hat gut geklappt“, berichtet Mannschaftsleiter Günter Schumacher, der bis spät über der Zusammenstellung der Doppelzimmer gebrütet hatte.

Auch in der Halle alles paletti. Das erste Training, zusammen mit den gastgebenden Russen, verlief planmäßig, der Nachmittag diente vielen zu Ergometer-Einheiten im Fitnessraum. Das Ganze noch eher unaufgeregt – zumal sich alles erst einspielen muss. „Das ist Olympia“ weiß Günter Schumacher, „mit seinen ganz eigenen Gesetzen.“ Auch, dass DESG-Präsident Gerd Heinze quasi mit einer Polizei-Eskorte die Halle erreichte und von den Athleten aufs Herzlichste begrüßt wurde.
Das Feld ist bunt gemischt. Claudia Pechstein absolvierte die ersten Lockerungs-Runden bei ihrer sechsten Teilnahme bei den Games auf Eis & Schnee. Dann zogen auch die „Neuen“ die Schnürsenkel enger. Sie können gar nicht genug olympische Luft schnuppern. Gabi Hirschbichler schwärmt vom Olympischen Dorf mit „den schönen Zimmern“. Die Mensa erinnere an ein „Bierzelt wie bei uns“. „Das erste Mal dabei zu sein will ich genießen – und natürlich gute Rennen abliefern.“ Aber bis zum Tag X vergehen noch einige Tage – und dann werden auch die Eltern Hirschbichler anreisen. „Gleich nach meiner Qualifikation hatten sie Flüge gebucht – und Karten bestellt. Sie wohnen auf einem Hotelschiff, nur ein paar Gehminuten vom Olympic Park entfernt.
Denise Roth hatte als Letzte das Sotschi-Ticket gelöst. „Ich bin quasi dreimal im Kreis gesprungen. Nein, im Ernst: welche Freude, wenn ein Traum wahr geworden ist.“ Die 25-Jährige aus dem Vogtland kann ihre Aufregung schon heute kaum verbergen, obgleich sie soviel noch nicht sehen konnte. „Alles ist so schön hier. Und ich hoffe, dass mir Zeit bleibt, die Shorttracker zu sehen. Da möchte ich 1000prozentig hin.“
Ein weiteres Highlight in der guten Stube des Team Germany: Jenny Wolf feierte im Kreis der Athleten ihren 35. Geburtstag. Gute Stimmung bei den deutschen Kufenflitzern zum olympischen Beginn.