Nico Silber dpaHerzlichen Glückwunsch Nico zu Silber! Foto: dpaSeit der Einführung der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft vor 21 Jahren hatte noch nie ein DESG-Sprinter eine Medaille gewonnen.  Am Freitag beendete Nico Ihle in der "Gangneung Ice Arena" die medaillenlose Zeit. In 34,66 Sekunden gewann der Chemnitzer Silber hinter dem Olympiazweiten Jan Smeekens aus den Niederlanden, der nur 0,08 Sekunden schneller war. Dritter wurde der Russe Ruslan Muraschow (34,76). Nico strahlte ununterbrochen nach seinem Superlauf.  Auf der Flachlandbahn hatte er seinen deutschen Rekord, den er vor vier Jahren auf der Hochlandbahn von Salt Lake City aufgestellt hatte, nur um 0,02 Sekunden verpasst.  Der wird in zwei Wochen bei der Sprint-Weltmeisterschaft in Calgary fallen. "Ich will einen deutschen Rekord laufen, der für die nächsten 20 Jahre steht", kündigte er optimistisch an.

An einem für Südkorea symbolischen Tag weihten die Eisschnellläufer mit dem Beginn der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft die olympische Halle in Gangneug ein. Während nebenan in der Eishockeyhalle die Superparty "One Year to go" losbrauste, gab Starter Garth Linder aus den USA um 17.15 Uhr den ersten Startschuss ab. Gleich nach dem ersten Paar wurde deutlich, dass es über 3000 m außergewöhnlich starke Zeiten geben wurde. Nach Claudia Pechsteins Absage vertraten Stephanie Beckert (Erfurt) und Bente Kraus (Berlin) die deutschen Farben.

board 61507 17974Gangneung Ice Arena und Oval am Meer.
Foto: Pyeongchang2018
Seit Ende letzter Woche weilt das Team Germany in Gangneung, nahm die soeben fertiggestellte olympische Anlage (Kapazität: 12 000 Zuschauer) unter die Kufen. Auch die lange Anreise vom 70 km entfernten Hotel wurde logistisch gelöst. Die Eindrücke sind überwiegend positiv und die Stimmung ist gut. Bundestrainer Jan van Veen hat das Timing vor allem auf dieses Saison-Highlight (9. bis 12.2.) ausgerichtet. Andererseits sind die Titelkämpfe am Meer nur ein Schritt im Rahmen der Neuaurichtung des deutschen Eisschnelllaufens.

DD VorbereitungViel los, auf dem Dresdner Eis.
Foto: DESG-Presse
Felix gegen den Rest der Welt. Der junge Mann, der aus München stammt und in Dresden lebt und trainiert, die Plakate des Short Track World Cup zierte, stemmte sich in seinem 500-m-Viertelfinale mit Verve gegen die Übermacht. Aber von der – ungünstigen – Außenposition 6 startend, konnte der 21-Jährige im schnellsten Lauf nur eine Postion gutmachen: Fünfter in 42,083 Sekunden. „Aber wie die Zuschauer uns deutsche Läufer hier unterstützen, ist absolut einzigartig“ bedankte sich der Bayer beim sächsischen Shortrack-Publikum.

Christoph InterviewChristoph Schubert mit Franziska Schenk. Foto: DESG-PresseEin Märchen-Wintertag an der Elbe. Vor der Eishalle drehen die Eisläufer auf der Freiluftbahn unter strahlender Sonne ihre Runden. Drinnen haben sich noch mehr Fans versammelt – und sorgen mit ihren Ratschen für die stimmungsvolle Weltcup-Untermalung. In den Pausen lenken junge Kufen-Girls von klobigen Eis-Maschinen ab. Dresden, 2018 Ausrichter der Shorttrack-EM, versteht das Event zu zelebrieren. Die deutschen Athleten wurden von den 1900 Zuschauern bei den Weltcup-Entscheidungen lautstark unterstützt. Auf dem Papier aber bleiben die Daten überschaubar. Keiner erreichte ein A- oder B-Finale.

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