170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Jenny AutogrammstundeJenny Wolf, heute abseits des Eisrings gefragt. Foto: DKBAuf dem Sprinter-Eis zeigte sie den (übermächtigen) Kufen-Damen vor allem aus Fernost, dass eine deutsche Eisschnellläuferin das Maß aller Dinge ist. Jetzt arbeitet Jenny Wolf im Trainerbereich der DESG. Und wieder setzt sie Zeichen. Benutzt Worte wie „Potenzial, Optimismus, Engagement, Visionen, um den Status quo zu beschrieben. Ihr Ex-Trainer Thomas Schubert nennt sie in der Rückschau „einen Glücksfall“. Das könnte die 38- jährige Berlinerin für den Verband tatsächlich werden. Weil sie alle Herausforderungen, wie einst bei Start, Kurve und Finish über 500 Meter, mit Power und Überzeugung anpackt. Zaudern ist nicht ihr Ding.

DSC 1753 Zomerijs Thialf 160617 MdJkopieNico und Denny in Heerenveen.
Foto: Martin de Jong
Der Sachse Nico Ihle, der am liebsten im heimischen Chemnitz trainiert, singt das Hohe Lied auf Heerenveen. „Zum ersten Mal sind wir hier auf einem internationalen Sommer-Eis – und das früher denn je.“ Der Untergrund in der Thialf-Halle sei „sehr gut“. Aber auch das Drumherum bekommt vom WM-Zweiten über 500 Meter Sterne-Beurteilungen. Zum Beispiel: „Die vielen Radwege parallel zu den Hauptstraßen. Breit und – für uns Sprinter – total flach, vor allem aber sicher.“ In Zeiten zunehmender Unfälle mit Pedaleuren ein beruhigender Umstand.

Der Sächsische Eissportverband e.V. sucht für den Landesstützpunkt Dresden zum 01.09.2017 einen Regionaltrainer (m/w) Eisschnelllauf.

Details finden Sie im Bereich Stellenausschreibungen.

Schubert Wolf dpaJenny Wolf und Thomas Schubert - das Dreamteam. Foto: dpa picture allianceDie DESG bedankt sich bei Thomas Schubert für seine aufopfernde Arbeit als Coach bis zu seinem letzten Arbeitstag am 31. Mai. Mit dem Verband erinnern einige Wegbegleiter an gemeinsame Erlebnisse mit Schubi.

Die fünfmalige Eissprint-Weltmeisterin Jenny Wolf:

„Thomas Schubert hat sehr langfristig geplant und hat mir und anderen Sportlern dadurch Zeit zur Entwicklung gelassen. Ich fand immer gut, dass er es verstand, mit den einzelnen Sportlertypen und deren Eskapaden umzugehen. Er hat richtig gut professionell gearbeitet. Ich konnte mich in die Trainingsplanung immer einbringen. Er hat aber nie einen Zweifel daran gelassen, dass er die Führungspersönlichkeit ist. Wahrscheinlich war das der Schlüssel zum Erfolg.“

Team Sprint Nagano 2012Thomas Schubert mit dem Sprintteam in Nagano 2012. Mit dabei u.a. seine Schützlinge Samuel Schwarz, Jenny Wolf und Monique Angermüller.
Foto: Archiv
Pünktlich, wie immer, rollte Thomas Schubert in seinem Alfa Romeo vor die Eisschnelllauf-Arena im Berliner Sportforum. Das war am Mittwoch dem 31. Mai. Die Fahrt auf alten Wegen war mehr die Macht der Gewohnheit. In der Eishalle gähnt der Beton im Sommerschlaf vor sich hin. Die Athleten sind auf Rollern oder Rädern unterwegs. Thomas Schubert wollte eigentlich auch nur den Kollegen Tschüss sagen, nicht für immer, aber als DESG-Trainer. „Ich bin jetzt offiziell Rentner und mach die nächsten drei Wochen total auf Ruhestand mit Kochkurs und Gartenarbeiten“, verrät der 65-Jährige. Doch Schubi, wäre nicht Schubi, wenn er nicht schon wieder Pläne für die Zukunft schmieden würde: „Als Teilzeittrainer bin ich bereit, weiter mitzuhelfen, dass unsere Sportler bald wieder mehr auf den Podesten internationaler Meisterschaften zu sehen sind.“

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