P Beckert LarsGlückwunsch Patrick Beckert!
Foto: DESGphoto/Lars Hagen
Patrick Beckert hat bei der Vierkampf-Weltmeisterschaft im "Vikingskipet" von Hamar ein weiteres Saisonziel erreicht. Nach der 10.000 m-Bronzemedaille bei der Einzelstrecken-WM holte er sich mit 151,730 Punkten den deutschen Vierkampf-Rekord, den der Inzeller Moritz Geisreiter (152,044) vor vier Jahren bei der Europameisterschaft in Heerenveen aufgestellt hatte.  "Den Rekord hatte ich im Visier. Ich wusste, dass ich die 10.000 m in mindestens 13:26-Minuten laufen musste", so Patrick. Wie 2016 in Berlin kam der Erfurter in der Gesamtwertung auf Rang 7. Auf seinen Lieblingsstrecken 5000 m (6:19,88) und 10.000 m (13:20,84) war er jeweils Vierter geworden. "Patrick ist ein gutes Turnier gelaufen", resümierte Bundestrainer Jan van Veen.

Bente LarsBente freut sich über die gute 500 m Zeit. Foto: DESGphoto/L.HagenPatrick Beckert hatte  die Allround-WM eher als Zwischenschritt vor dem abschließenden Weltcupfinale eingeordnet - aber dann legte sich der WM-Dritte über 10 km an Tag I im „Wikingerschiff“ von Hamar gewaltig in die Kurven. Das Resultat: seine beste 500-m-Zeit (37,74 Sekunden) überhaupt und dann das viertbeste Ergebnis im 5000-m-Rennen. Als bester „Nicht-Niederländer“ (hinter Kramer, Roest, Blokhuijsen) in 6:19,88 Minuten. Eine gute Ausgangsposition, um am Sonntag nach den 1500 m und den 10 000 m eine ordentliche Platzierung zu erreichen. In den vergangenen Wochen hatte sich der Erfurter mit einigen Sprint-Einheiten auf den ungewöhnlichen Einsatz vorbereitet. Schließlich gehe es um eine Weltmeisterschaft. Aber am Start verliere er natürlich gleich einige Meter.

Bente jubelBente Kraus freut sich aufs "Wikingerschiff".
Foto: DESGphoto/L.Hagen
Das „Wikingerschiff“ von Hamar gehört zu den eindrucksvollsten Eishallen Europas. Und eine der stimmungsvollsten. Vor allem, wenn die „Wikinger“ Erfolge ihrer Landsleute wittern. Heia Norge. Das schwappt auf alle Eisschnellläufer, die am Samstag und Sonntag ihre WM-Besten im traditionellen Mehrkampf ermitteln, über. In den Niederlanden und Norwegen ist und bleibt diese Form des Wettkampfes der Burner, die Allrounder gelten als die wahren Helden. Und Dauer-Abräumer Sven Kramer steht an erster Stelle.

2017 01 29 0417Nico Ihle - tolle Saison, Platz 8 bei der Sprint-WM.
Foto: DESGphoto/Lars Hagen
Wie schade! Die Krönung seiner besten Saison blieb Nico Ihle bei der Sprint-WM in Calgary verwehrt. Auf Platz 2 in den zweiten Tag gestartet, ließ der 31-jährige Chemnitzer die ganz große Chance auf Edelmetall über 500 m liegen. Danny Leger: „Ein gravierender Fehler in der ersten Innenkurve“ ließ die Träume platzen, der EM-Dritte konnte diesen Faux pas nicht mehr egalisieren und beendete das 500 m Rennen in 35,03 Sec. Auch der dritte 5. Platz dieser WM im abschließenden 1000-m-Rennen (in 1:07,75) half nicht mehr weiter, der überragende deutsche Sprinter landete am Ende der Vier-Strecken-Wertung auf Rang 8. Dennoch eine respektable Abschlussbilanz der zwei ultraschnellen Tage im Olympic Oval von Calgary.

2017 01 27 0881Roxanne Dufter mit zwei Bestzeiten in Calgary.
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Zu bedauern sind jetzt die Statistiker, die nach Calgary alle Bestmarken aktualisieren müssen. Vor ihnen liegt eine Kärnerarbeit, denn gefühlt jeder Zweite verbesserte im Rahmen der 48. Sprint-WM seine persönlichen Bestzeiten. Das Olympic Oval und sein schnelles Eis sorgten für ein Stakkato an Rekorden. Mittendrin beim Tempoforcing in der Olympiastadt von 1988: Nico Ihle, der über 500 und 1000 m nationale Rekorde lief – und auf Position 2 übernachten durfte. Also alles drin: der Podestplatz liegt erneut in Reichweite des 31-jährigen Chemnitzers, bei der ersten Sprint-EM Anfang Januar mit Bronze dekoriert.

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