2018 01 21 3918Befreiungsschlag für Nico Ihle.
Foto: DESGphoto/L.Hagen
Das letzte Wort hatte Bundestrainer Jan van Veen. Und das kann durchaus zuversichtlich Richtung Olympia stimmen: “Es war eine gute Wahl, hier mit unseren Besten anzutreten, besser als irgendwo separat zu trainieren. Schon aufgrund dieser Atmosphäre bei einem Heim-Weltcup.” Das DESG-Team reiste gestärkt ab – auch wenn die ersehnte Medaille am Ende um drei Hundertstel verpasst wurde. Das Top-Resultat hatte – einmal mehr – Nico Ihle geliefert. Vierter im zweiten 1000-m-Rennen (1:08,98 Minuten), unmittelbar vorher Fünfter über 500 m in 35,05 Sekunden – und da nur 5/100 vom Podest entfernt. Van Veen zeigte sich beeindruckt vom Sprinter aus Chemnitz: “Wer zweimal so läuft, kann auch gewinnen.”

2018 01 20 2973 Patrick LHPatrick blickt zuversichtlich Richtung Olympia. Foto: DESGphoto/L.HagenEisschnelllauf-Weltcup in Erfurt am Samstag – das waren Wettkämpfe mit Symbolcharakter. Denn in exakt drei Wochen werden in Korea die 23. Olympischen Winterspiele eröffnet. Zu den ersten Entscheidungen an Day One gehören auch die 3000 m der Frauen, aus DESG-Sicht durchaus ein beachtenswerter Wettkampf.

Anna und BibiAnna und BibiAnna Seidel und Bianca Walter im Shopping-Glück. Die beiden Shorttrackerinnen erhielten die offizielle Olympiabekleidung. Anna war - wie vor vier Jahren - einfach beeindruckt "wie viele Sachen wir in unseren Einkaufswagen schmeißen dürfen." Foto: DOSB

StartschussAuf die Plätze, fertig... los! Foto: DESG-PresseIn Erfurt trägt der Mann mit der Startpistole einen knallroten Anorak – auf Grün steht die Ampel aber für den letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen. Prima Stimmung, viele Zuschauer, gutes Eis. Während nicht alle Nationen nach Thüringen gekommen sind (zum Beispiel Amerikaner und Japaner), stehen die Hoffnungsträger der DESG beim “Heimspiel” komplett am Start. Und erlebten einen gemischten Auftakt. Nico Ihle verlor schon auf den ersten Metern die Balance: Rang  17. Im Sprint nach 35,62 Sekunden. Während Judith Dannhauer “daheim” ein Top-Ten-Resultat über 500 m (Platz 7 in 38,56 Sekunden) erreichte und die Inzellerin Gabi Hirschbichler (Platz 10/38,95) ebenfalls sehr zufrieden sein konnte – denn beide liefen “Erfurt-Bestzeiten”.

Von den Stars fehlt nur der niederländische Ausnahmekönner Sven Kramer. Der Weltcup der Eisschnellläufer in Erfurt (19. bis 21. Januar) ist drei Wochen vor den Winterspielen auch für die neun Olympia-Qualifikanten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) um Rekord-Olympionikin Claudia Pechstein (Berlin) der letzte Formtest vor dem Höhepunkt.

Unterkategorien