STARClass RostockBetty Moeske (13) aus Rostock wurde Dritte über 500 m (AK D) Bild: Martin Kisker Rostock hat Zeichen gesetzt – als erstmaliger Ausrichter eines Star Class-Wettbewerbs im Short Track mit Startern aus acht Nationen. Der Nachwuchs (AK C/D) brachte sich an der Ostsee in Schwung für das europäische Finale Ende März in Hasselt/Belgien - die besten Acht der Altergruppen sind teilnahmeberechtigt. Die Ausrichter ernteten viel Lob für ihre gute Organisation. Im Mittelpunkt stand für einmal eine ST-Expertin, die sonst am Rand der Bande steht. ESV-Turbine-Rostock-Trainerin Karin Schmidt wurde von Läufern und Honorationen verabschiedet, sie geht am 1. März in den Ruhestand. Applaus und Danke für unermüdlichen Einsatz mit den Shorty-Teenies. 

17 01 19 Felix Spiegl 2Felix und seine erstes Weltcup-Plakat. Foto: Eva WagnerVom 3. bis 5. Februar 2017 kämpft beim ISU Short Track World Cup ein internationales Top-Feld zum sechsten Mal in Dresden um Medaillen. Bisher sind Meldungen von 315 Sportlern aus 28 Nationen eingegangen, die Veranstalter erwarten eine Rekordteilnehmerzahl. 

Welche deutschen Starter über welche Distanzen laufen oder in das Weltcup-Feld gesetzt werden, entscheidet sich in der nächsten Woche. Anna Seidel befindet sich wieder im Mannschaftstraining. Ob ein Start beim Weltcup eventuell zu früh kommt, bleibt abzuwarten.

Nico im SportstudioNico erklärt im ZDF Sportstudio die Kufen. Foto: ZDF MediathekDas Eisschnelllauf-Wochenende in der Öffentlichkeit. Und was blieb hängen? Natürlich Nico Ihle mit seiner Präsenz im ZDF-Sportstudio. Eine solche Plattform hatte das Männerteam seit gefühlten Lichtjahren nicht mehr erhalten. Samuel Schwarz war der letzte DESG-Sprinter, der auf dem Mainzer Lerchenberg seine Ansichten vortrug. Jetzt also sein ehemaliger Partner und Kontrahent aus Chemnitz. Nico machte bei Katrin Müller-Hohenstein eine ähnlich gute Figur wie auf dem spiegelglatten Untergrund. Privat und ganz persönlich war das Gespräch angelegt: es ging auch um Familie, die Kufen, den Kurveneingang, den richtigen Knie-Winkel, die Ziele. Festzuhalten der Schlusssatz des 31-Jährigen: „Es ist schön zu sehen, dass das Alter dich nicht langsamer macht.“

Auch bei einer Europameisterschaft hängen die Trauben hoch – zumal die Titelkämpfe im Short Track für die Besten des Kontinents enorme Bedeutung besitzen. Italien wollte Werbung für den rasanten Sport in eigener Sache machen – was Arianna Fontana (mit dem 16. EM-Titel) und Co. gelang. Die starke Oranje-Delegation um Sjinkie Knegt nutzte die EM als Etappe zur Heim-WM Anfang März in Rotterdam. Die Ungarn unterstrichen ihre Entwicklung, Semen Elistratov und die russischen Kurvenflitzer präsentierten sich in Höchstform.

Team TurinBianca Walter und Felix Spiegl sind gut in Fahrt. Foto: TeamEine Prognose zu einer möglichen Platzierung hatte Bianca Walter vor der EM nicht wagen wollen. Zu heftig gestalteten sich die Ups & Downs in diesem Winter. Aber insgeheim hoffte die Dresder Shorttrackerin auf einen vorderen Rang, motiviert auch durch das flotte Wochenende mit guten Zeiten bei der DM in Oberstdorf. Nach Tag I im Palavela Torino sind die Aussichten intakt. Über 1500 Meter katapultierte sich „Bibi“ als Zweite ihres Laufes direkt ins Semifinale am Samstag. Über ihre Lieblingsstrecke, die 1000 m, steht sie als Zweite eines starken Vorlaufs, im Duell mit der frenetisch angefeuerten italienischen Lokalmatadorin Arianna Fontana, im Viertelfinale. Im Sprint schaffte sie aufgrund einer guten Zeit den Aufstieg in die nächste Runde.

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