WM TeamBibi und Anna sind weiter. Foto: TeamWie von den Veranstaltern versprochen - die 42. Short Track-Weltmeisterschaft in Rotterdam im Sportpalast Ahoy ist eine Megashow.  Fast 7000 Zuschauer feierten am ersten Abend die Short Track-Weltelite. Ein DJ heizte dem Publikum ein, die beliebten Popsänger Van Velzen und Xander de Buisonjé  brachten es mit ihren Bands zum Singen.  Für Anna Seidel und Bianca Walter bedeutete das den notwenigen Adrenalinschub für gute Leistungen über 500 m und 1000 m. Auf beiden Strecken erreichten die Dresdenerinnen das Viertelfinale.  Am Vormittag, als die Boyband B-Brave 3500 Schulkinder in Ekstase versetzte, verpassten die beiden über 1500 m die Qualifikation für das Hauptfeld und kamen nur in die Platzierungsrunde. Christoph Schubert kam auf keiner der drei Strecken (1500 m, 500 m, 1000 m) weiter und muss sich mit Platzierungsrennen begnügen.

Nico StavangerNico analysiert im Interview.
Foto: DESG-Presse
Der erste Tag des Weltcupfinals in Stavanger erwies sich als Spiegelbild der Saison aus deutscher Sicht. Nico Ihle stand einmal mehr im Fokus, wie so häufig im besten Winter des 31-jährigen Chemnitzers. Im 500-m-Rennen sicherte er sich Rang 6 – und war nicht zufrieden. „Trotz einer super Innenkurve“ blieben die Uhren erst bei 35,12 Sekunden stehen – vier (!) Oranje-Skater und der Russe Murashov waren schneller als der Vize-Weltmeister, der die Antwort zwei Stunden später lieferte. Bronzemedaille über 1000 m (in 1:09,47), seiner Lieblingsstrecke. Noch ein Weltcup-Podium am Ende einer langen Saison. Und wieder wirkte der Sprinter nachdenklich. Denn bei der Gesamt-Addition fehlten läppische vier Punkte, um im Strecken-Ranking, nach sechs Läufen, Platz 3 zu belegen. Und Nico weiß, was gegen ihn entschied. „Das war in Astana beim dritten Weltcup (Anm.: Anfang Dezember), als mir eine Tausendstel zu Platz drei fehlte. „Da habe ich es liegen lassen.“

Der große Showdown des vorolympischen Eisschnelllauf-Winters entwickelt sich auch zum TV-Hit. Nachdem die ARD-Crew um Ralf Scholt zuletzt die Allround-WM in Hamar ausführlich auf den Bildschirm gebracht hatte, ist jetzt eine ZDF-Delegation, angeführt von Hermann Valkyser, in Stavanger angekommen, um das Weltcupfinale in Ton und Bild zu übertragen. Die „eiskalten“ Zeiten im Zweiten: Samstag 10:46 bis 11:02 Uhr und 12:59 bis 13.45 Uhr. Das 500-m-Rennen mit Nico Ihle geht live über den Sender, ebenso die 3000 m der Damen (Claudia Pechstein/Bente Kraus). Die 1000 m der Herren (Ihle/Joel Dufter) als Zusammenfassung. Am Sonntag: 12:00 bis 12:55 Uhr im Rahmen des Wintersportblocks (500 m/1500 Damen). Zu späterer Zeit wird der Teamsprint mit dem mitfavorisierten DESG-Trio von den Kameras eingefangen.

Moritz LarsMoritz: Masterarbeit fertig - Weltcup im Sinn. Foto: DESGphoto/Lars HagenStavanger, im vergangenen Winter schon Weltcupstation der Eisschnellläufer, zelebriert das Finale. Ein Anhängsel? Von wegen, sondern die letzte Chance, ein Ausrufezeichen hinter die Saison zu setzen. Nochmals „alles reinlegen“, umreißt DESG-Sportdirektor Robert Bartko die Philosophie für die deutsche Delegation an der Nordsee-Küste. Ein stattliches Aufgebot von neun Startern schnürt die Stiefel: mit intakten Ambitionen, sich im Weltcup-Ranking final zu verbessern.

RotterdamViel Glück dem DESG-Trio.
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Die Ahoy-Arena Rotterdam steht für Stimmung und Highlife. Und das seit 45 Jahren, im Süden der zweitgrößten niederländischen Stadt. Konzerte, Dart-Turniere, Sixdays oder Turnen: hier werden Events zelebriert – wie jetzt die WM der Short Tracker. Was die „Macher“ im benachbarten Dordrecht in Sachen Pyro, Lichteffekte und Hammermusik vormachten, will man in der Ahoy-Arena toppen. Mittendrin: die drei DESG-Sportler Bianca Walter, Anna Seidel und Christoph Schubert, die unisono „alles geben wollen.“ Gerade zum Abschluss des Winters – im Anlauf zur olympischen Saison.

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