170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Beim Weltverband ISU freut man sich, den Autohersteller Audi als Titel-Sponsor des Shorttrack-Weltcups gewonnen zu haben. Und die deutschen Kurvenflitzer fanden sogleich ihre Wege durch die „vier Ringe“ der ersten Konkurrenzen in Budapest. Bianca Walter sicherte sich über die sonst weniger geliebten 1500 m einen Platz im Halbfinale. Durch einen „guten Lauf“, so Coach Daniel Zetzsche über ihren Aufritt auf  der langen Distanz. „Sie hat sich viel zugetraut.“ Das zahlte sich mit Rang 2 in ihrem Vorlauf aus. Anna Seidel hatte Pech mit einer superschweren Auslosung. „Aber mit dieser Form dürfte das beim nächsten Mal auch für das Viertel- oder Halbfinale reichen“, glaubt Zetzsche.

Anna und BibiAnna und Bibi hochkonzentriert.
Foto: Schaats Foto's
Martialisch könnte man formulieren: Die Kufen sind scharf geschliffen, die Protagonisten starten mit dem Messer zwischen den Zähnen zum ersten Shorttrack-Weltcup von Freitag bis Sonntag in Budapest. Gemach, gemach! Einiges spricht für eine satte Portion Anspannung. Die ersten vier Weltcups dienen als Olympia-Qualifikation für Südkorea. „Deshalb ist jeder Weltcup wie eine kleine Weltmeisterschaft“, so ein Insider. An der Donau starten Aktive aus 44 Nationen das Unternehmen „Road to Gangneung“, dem Schauplatz der Eisschnelllauf- und Shorttrack-Wettbewerbe im Februar 2018.

„Es war eine schöne Zeit – und ich verabschiede mich auch mit einem lachenden Auge.“ Wohl dem, der wie Jonas Pflug sein Karriere-Ende auf dem Eis positiv kommentieren kann. Beim Sommer-Eis im Juli hatte der 24-jährige Berliner nochmals einen Kufen-Versuch unternommen und sich danach entschieden. „Es war nicht mehr möglich, das entsprechende Niveau zu erreichen.“ In Absprache und unterstützt von Ärzten, Bundestrainer Van Veen und Sportdirektor Bartko zog Jonas, zu Jahresbeginn an der Hüfte operiert, die Reißleine.

KLD Berlin 2017KLD in Berlin. Felix Maly quält sich unter den Augen von Manuel Gras und IAT-Spezialist Andreas Ehrig. Foto: DESG-PresseDie Martergeräte am Berliner Olympiastützpunkt ächzten unter den Brachialgewalten der deutschen Eisschnellläufer, aber auch den Kufenflitzern forderten die dreitägigen Tests der KLD auf Rädern und Maschinen das letzte ab. Andreas Ehrig, der die Serie leitete, salopp: „Ja wir müssen schon mal Eimer bereitstellen, aber doch eher selten.“ Wenn die Belastungen bis über die Kotzgrenze gehen.

Training Utrecht SchaatsfotosBunt gemischte Trainingsgruppe in Utrecht. Foto: SchaatsFotosAnpassung und Flexibilität sind angesagt – wer als deutscher Shorttracker Olympia im Visier hat. Das beginnt mit der Sprache, weil die besten DESG-Kurvenflitzer nun in Utrecht bei der niederländisch-amerikanischen Spitzentrainerin Wilma Boomstra ihr Quartier bezogen haben. Der Umzug vom ST-Eldorado Dresden erfolgte einvernehmlich. „Wir waren überrascht, was im Hintergrund für uns gemanagt und auch investiert wurde“ richtet Bianca Walter den Dank an den Verband. Nur so sei eine gute Vorbereitung auf die olympische Saison möglich.

Unterkategorien