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BMS 4232Diskussionsrunde mit u.a. Hajo Seppelt und Robert Bartko. Foto: Jens KörnerDie Frage des im ganzen Land beachteten traditionellen „Stuttgarter Sportgesprächs“ konnte erschrecken. „Ist der saubere Sport noch zu retten?“ Nein, ist man – nach den Erkenntnissen des Mc-Laren-Reports – geneigt, spontan zu entgegnen. Doch die Referenten, zu denen DESG-Sportdirektor Robert Bartko gehörte, kamen zu einem etwas anderen Schluss. Unter gewissenen Bedigungen, internationalen Anstrengungen und viel Eigeninitiative muss die Flinte nicht ins Korn geworfen werden.

Positive Neuigkeiten aus dem Short Track-Lager: Anna Seidel feiert bei ihrem Heim-Weltcup am Wochenende in Dresden nach längerer Verletzungspause ihr Comeback. Die 18-Jährige wird auf der insgesamt zwei Mal ausgelaufenen 1500 Meter-Distanz zum Einsatz kommen - einmal davon ausgestattet mit einer Wildcard, die zum direkten Start in der Weltcup-Session berechtigt. "Beim zweiten Wettkampf über 1500 Meter wird Bianca Walter mit einer Wildcard gesetzt sein. Anna hat aber natürlich die Möglichkeit, sich ebenso zu qualifizieren. Wir müssen uns bewusst sein, dass sie erst wieder ins Geschehen einsteigt. Wir sind gut beraten, die Erwartungshaltung realistisch zu gestalten", sagt Junioren-Bundestrainerin Diana Scheibe, welche die Nationalmannschaft beim Weltcup in Dresden betreuen wird. Anna Seidel selbst sieht im Comeback vor heimischer Kulisse Vor- und Nachteile. "Natürlich ist es toll, den ersten großen Wettkampf nach der Verletzung im Beisein meiner Familie und meiner Freunde bestreiten zu können. Ich bin mir allerdings auch bewusst, dass die Erwartungshaltung nach der letzten Saison groß ist und ich Geduld haben muss."

Bente jubelBente jubelt über ihre beste Berliner Zeit. Foto: DESGphoto/Lars Hagen3500 Zuschauer lockten die drei Eis-Tage ins Sportforum. Sie bekamen Leistungen geboten, die einer WM reif war. Knapp zwei Wochen vor dem Saison-Highlight in Korea präsentierten sich viele Skater schon in optimaler Form.  Das ZDF berichtete an drei Tagen, das Medienzentrum erlebte den größten Andrang bei einem Weltcup in Hohenschönhausen. Da wurde auf niederländisch, finnisch, polnisch, japanisch oder englisch übermittelt. Aus dem Skating-Hot Spot Berlin. Die Deutschen gewannen durch Nico Ihle zwei Medaillen in Gold und Bronze, die Verantwortlichen in Person von Bundestrainer Jan Van Veen hatten sich „zuhause“ dennoch mehr erwartet. 

Gerd VerabschiedungDanke Gerd Heinze, sagen Stefanie Teeuwen, Tron Espeli mit Sprecher Jens Zimmermann. Foto: DESG-PresseEin Dankeschön vor über 1000 Zuschauern im Sportforum. Das genoss Gerd Heinze beim Berliner Weltcup. Im Juni 2016 hatte er sein Amt als DESG-Präsident niedergelegt, jetzt nahm er ehrende Worte von ISU-Vizepräsident Tron Espeli und ein Präsent aus der Hand seiner Nachfolgerin Stefanie Teeuwen entgegen. „Das tat schon gut.“ 

Auch die Veranstalter waren mit Tag II zufrieden. Gut besuchte Ränge und prima Stimmung (besonders der tschechische Fan-Block feierte). Über 1000 m der Herren pulverisierte der überragende Niederländer Kjeld Nuis den Bahnrekord. 1:08,25 lautet die neue Marke (bisher 1:08,53). Weitere Kracher auf der Eisbahn: der kanadische Sieg von Ted-Jan Bloemen, der über 5 km die Niederländer düpierte. Oder die ultimative Schlussrunde des neuseeländischen Silber-Boys Peter Michael in 28,9 Sekunden. Und: Ireen Wüsts 20. Weltcupsieg über 1500 m.

MastersMasterssieger René van Bernum. Foto: privatAm vergangenen Wochenende erlebte Inzell die 9. Master Sprint Games, die inoffizielle Weltmeisterschaft. Insgesamt nahmen 204 Teilnehmer aus 14 Nationen in den Altersklassen von 30 bis 80 Jahren teil. Die deutschen Athleten erlebten einen wahren Medaillenreigen: einmal Gold, je sechsmal Silber und Bronze ihre satte Ausbeute. Die Goldmedaille holte in einem spannenden Wettkampf  René van Bernum in der AK 50, die mit 23 Startern nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ sehr hochwertig war. Der Sieg ging nur über einen neuen Weltrekord in der Altersklasse mit 154,350 Punkten im Sprintvierkampf. Über  1000 m wurde eine neue Höchstmarke mit einer Zeit von 1:16,12 nur um 0,13 Sekunden verpasst.

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