170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Monique_InzellMonique Angermüller: Mit der Sonne um die Wette strahlen.
Foto: DESG-Presse
Inzell verneigt sich vor Ireen Wüst. Über 5000 Zuschauer in der neuen Halle huldigten der Niederländerin nach ihrem zweiten WM-Titel im – nach Heerenveen – zweitliebsten Eisschnelllauf-Mekka für holländische Schaatser-Fans. Beeindruckend, wie die 24-jährige Olympiasiegerin auch über 1500 Meter in 1:54,80 Minuten ihre Konkurrenz in Grund und Boden lief. Dann drehte sie Ehrenrunden mit Blumenstrauß, während die Oranje-Journalisten Eilmeldungen in die Heimat schickten. „Holland fühlt sich in Inzell wie zuhause“, ihre Message. Zumal auch die Plätze 2 (Diane Valkenburg) und 3 (Jorien Voorhuis) dem bärenstarken KNSB-Team gehörten.

Aktion_2Samuel Schwarz blickt positiv in die Zukunft, auch wenn es jetzt nicht ganz geklappt hat. Samuel Schwarz auf Platz 9, Nico Ihle 18. – „Minimalziel erreicht, aber insgeheim hatten wir uns noch etwas mehr ausgerechnet“, meinte Sprint-Bundestrainer Thomas Schubert nach dem 1000-Meter-Rennen der Männer. „Wir wollten beide Läufer unter den Top-Ten sehen, aber es ist auch ungünstig, dass Nico und Samuel in einen gemeinsamen Lauf gelost wurden.“

Pechi_Geisreiter_InterviewMoritz Geisreiter (links) lauscht Claudia Pechstein und Moderator Jens Zimmermann auf der DKB-Couch.
Foto: DESG-Presse
Dieser Mann fällt auf, obwohl er kein lauter Zeitgenosse ist. Zwei Meter lang, blond, schlank, markante Brille. In Inzell kennt ihn jeder, denn Moritz Geisreiter wuchs in dem Eisschnelllauf-Eldorado im Chiemgau auf und ist bis heute fest mit der Gemeinde verbunden. Am Samstag nun erfüllt sich ein Traum für den Langstreckenspezialisten: der Start bei der Weltmeisterschaft über 10.000 Meter in seiner Heimat.

Stephi_und_MaxiStephanie Beckert und ihr größter kleiner Fan, Maxi.
Foto: DESG-Presse
Geschafft! Stephanie Beckert strahlte, jubelte ins Publikum – und nahm nach ihrer Inzeller WM-Premiere über 3000 Meter auf dem Podium Platz. Mit Bronze dekoriert. Hinter der unglaublich starken holländischen Olympiasiegerin Ireen Wüst und ihrer Dauer-Rivalin Martina Sáblíková. Platz 8 für Claudia Pechstein bei ihrem Aufsehen erregenden Comeback und 15. Rang für WM-Debütantin Jennifer Bay. Teamleader Helge Jasch zog sein Fazit des Auftakts mit zufriedener Miene. „Damit ist das Eis gebrochen, nach der ersten Medaille kehrt Ruhe ein. Ein Grund, im Quartier auf diesen Erfolg anzustoßen.“

FahnenkinderFahnenkinder bei der Eröffnungsfeier in Inzell. Foto: DESG-Presse„Full House“ bei der feierlichen Eröffnung der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft. In der strahlend herausgeputzten Max-Aicher-Arena von Inzell tanzten die Fans auf den Tribünen, als das Blasmusik-Orchester „Die lustigen Holzhacker-Buam“ anstimmte und die aus fast hundert Paaren bestehende Trachtentanzgruppe – in Krachledernen und Dirndl gekleidet – zum Schuhplattler ansetzte. „Den ersten Weltrekord“ vermeldete Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier, nie sei eine Eis-Arena so schnell gebaut worden wie im Chiemgau. Jetzt ist es an den Sportlern, auch auf dem 400-Meter-Oval für grandiose Zeiten zu sorgen.

Unterkategorien