Isabell_Ost__2_dpaIsabell Ost (Foto: dpa)Stephanie Beckert stand am Weltcup-Sonntag von Hamar im Blickpunkt, obwohl sie gar nicht startete. Aufgrund ihrer Rückenbeschwerden wurde die Erfurterin, die am Vortag souverän die 5000 m vor ihrer Rivalin Sáblíková gewann, nicht im Team Pursuit eingesetzt. Dafür gleich zwei Mal an der Startlinie: Katrin Mattscherodt, Jennifer Bay und Isabell Ost (Foto: dpa picture-alliance).

Beckert_strahlt2Im Ziel riss Stephanie Beckert die Arme in die Höhe. Die letzte von zwölfeinhalb Runden hatte sie in 32,7 Sekunden zurückgelegt, sprintete geradezu über die Zielgerade. Und sie schaffte es – blieb als einzige unter sieben Minuten über 5000 m (6:59,18 min).

Im bitter kalten Norwegen sind sie gelandet, die Eisschnellläufer der DESG. Und im Vikingskipet, der berühmten Halle der Olympischen Winterspiele von 1994, ist es deutlich angenehmer als draußen, wo das Thermometer nicht aus dem zweistelligen Minusbereich herauskommt. Den Sportlern wird es sowieso warm am Wochenende. Die Weltcuprennen über 1500 m sowie 5000 (Damen) bzw. 10.000 m (Herren) sowie im Team Pursuit stehen auf dem Programm. Das lässt sich sicherlich auch König Olof, bekennender Eislauf-Fan, nicht entgehen. Zumal die „Kufen-Wikinger“ in Heerenveen und Berlin überzeugten.

Siegerehrung_Damen2Der 21. Weltcup in Berlin ist Geschichte – und machte gleichzeitig Appetit auf die nächsten eiskalten Highlights. Siege für Jenny Wolf und die Goldmädels, markante Ausrufezeichen Marke Nico Ihle sorgten für ein Heimspiel mit Lorbeerkränzen. Und die Karawane zieht weiter. Die Mehrkämpfer Richtung Hamar/Norwegen, die Sprinter messen sich in Japan und China. Der nacholympische Winter ist in vollem Gange.


Kufenflitzer des Jahres

Kufenflitzer20102TysonHeung, 31, wollte seine Short-Track-Karriere eher beenden, doch die Olympics 2010 in seiner kanadischen Heimat waren ein zu großer Anreiz. In Vancouver holte Tyson als Fünfter über 500 m das Topresultat im Hexenkessel Pacific Coliseum. Dazu EM-Silber im Team Pursuit in Dresden und WM-Bronze. „Tyson ist Profi durch und durch“, schätzt Teamleader Matthias Kulik den „Holzfäller“, dessen Mutter aus Würzburg stammt. Heung lebt mit seiner Familie in Montréal, gibt Schülern als Mathe-Pauker etwas mit auf den Lebensweg.

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