Ständige Weiterbildung ist Grundlage für Verbesserungen, das gilt (natürlich) auch für das Fachwissen von Eisschnelllauf- und Short-Track-Trainern. Im Rahmen der C-Lizenz-Ausbildung können sich Interessierte kurzfristig zum Modul „Krafttraining im Nachwuchsbereich / Training mit der Langhantel“ (Theorie und Praxis) anmelden. Am 24. März ab 9.30 Uhr referiert Martin Zawieja vom Bund Deutscher Gewichtheber im OSP Berlin, Fritz-Lesch-Straße 29, zu diesem Thema. Die Seminargebühr beträgt 25 Euro, gut angelegtes Geld. Anmeldungen bitte bis 21.3. an DESG Bildungs-Koordinator Gerd Bonke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Pedersen – Nielsen – Fredriksen. Diese Namen standen auf der Resultatsliste bei den Männern am Ende der Junioren-Weltmeisterschaft im finnischen Seinäjoki ganz oben. Ein Indiz dafür, dass der norwegische Eisschnelllauf boomt. Auch bei den Damen standen drei Europäerinnen auf dem Treppchen. Karolina Erbanova (Tschechien) war in der Gesamtwertung nach vier Disziplinen die Schnellste, gefolgt von den Holländerinnen Pien Keulstra und Lotte van Beek.
Für die Schützlinge des DESG-Trainerduos André Hoffmann und Peter Wild blieben Aha-Erlebnisse. Zum Beispiel ein guter Platz 8 für Doreen Lamb auf ihrer Lieblingsdisziplin über 500 Meter, oder Rang 12 für Langstreckler Jonas Pflug über die fünf Kilometer. Und Jessica Beckert deutete als 17. auf der 3000-m-Strecke an, dass sie später in den Spuren ihrer großen Schwester Stephanie wandeln könnte. Insgesamt aber gab es für die deutschen Kufen-Flitzer wenig zu erben im kalten Finnland. Ein glatter Hinweis darauf, dass es viel zu tun gibt für die Abteilung Nachwuchs.

Bei der Short-Track-Weltmeisterschaft der Junioren in Courmayeur dominierten, wie erwartet, Eisflitzer aus Asien und Kanada. Als Solisten. Überraschend hingegen die Siege der italienischen Frauen-Staffel vor Kanada und China sowie der französischen Männer-Equipe vor Japan und Kanada. Und wie hoch die Messlatte bereits bei Europas Youngstern liegt, unterstrichen der JWM-Zweite Jack Whelbourne (Großbritannien) sowie die Dritte, Lokalmatadorin Martina Valcepina aus Italien.
Für die deutschen Cracks war die Luft im Aostatal am Fuße des Montblanc dünn. Das Ziel, einen Startplatz bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck 2012 zu ergattern, verfehlten die DESG-Junioren und das Trainer-Duo mit Miroslav Boyadzhiev sowie Diana Scheibe mochte auch nichts beschönigen. „Die Ergebnisse sind nicht gut. Wir wissen, wo wir im internationalen Vergleich stehen“, so Boyadzhiev. „Es gibt viel zu tun in den nächsten Jahren.“

anni_idsBald stolze Eltern: Anni und Ids Postma. Foto: Pressefoto Herbert RudelNach Daniela Anschütz-Thoms sorgt nun auch Anni Friesinger-Postma für Nachwuchs in der Eisschnelllauf-Szene. In ihrem Blog teilt die 34-Jährige mit: "Ich bin schwanger und diesen Sommer erwarten Ids und ich unser erstes Kind." Immer wieder in den vergangenen Jahren betonte die Inzellerin in Interviews, dass sie sich Kinder wünsche "aber nicht jetzt..." Nun ist die Zeit reif, die Karriere beendet und das Timing optimal.

doreen_lambDoreen Lamb - Sprint-Hoffnung in Finnland. Foto: Gerd HeinzeSeinä… wie? In der finnischen Kleinstadt Seinäjoki finden am Wochenende die Junioren-Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf statt. Voraussichtlich kein Vergnügen für die Athleten, wenn auch die Temperaturen am Freitag, mit Beginn der Titelkämpfe (bis Sonntag), deutlich ansteigen sollen: von bis zu 26 Grad minus auf dann nur noch einstellige Frostzahlen. Der 400-m-Eisring liegt im Freien, zwischen dunklen Wäldern und mit Blick auf eine Skischanze.

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