Beckert_strahlt2Im Ziel riss Stephanie Beckert die Arme in die Höhe. Die letzte von zwölfeinhalb Runden hatte sie in 32,7 Sekunden zurückgelegt, sprintete geradezu über die Zielgerade. Und sie schaffte es – blieb als einzige unter sieben Minuten über 5000 m (6:59,18 min).

Damit distanzierte sie auch die Olympiasiegerin Martina Sáblíková um fast fünf Sekunden – und hatte ihre direkte Laufkonkurrentin Jilleanne Rookard (USA), 3000-m-Überraschungssiegerin von Berlin, sowieso abgehängt. „Ich war locker und blieb bis zum Schluss in meinem Rhythmus“, verriet die 22-jährige Erfurterin, die mit dem vierten Weltcupsieg ihrer Karriere – dem ersten auf der längsten Strecke –, natürlich die Gesamtwertungsführung verteidigte. Dritte hinter der tschechischen Dauerrivalin wurde die Japanerin Eriko Ishino, Rookard kam auf Platz 4.
Auch für die anderen DESG-Damen lief es erfreulich im „Wikingerschiff“ von Hamar. Jennifer Bay aus Dresden verbesserte einmal mehr ihre persönliche Bestleistung – auf 7:21,93 Minuten. Platz 11 für die 19-Jährige. Noch schneller unterwegs war bereits am Vormittag Katrin Mattscherodt, die nach einem durchwachsenen Saisonstart nun ihre Form gefunden hat: 7:11,58 Minuten – diese Zeit hätte in der A-Gruppe zu Rang 5 gereicht. In der B-Gruppe war es Platz 2 hinter der Russin Sokhryakova.
Nicht ganz so erfreulich die 1500-m-Rennen der Herren: Jörg Dallmann und Robert Lehmann landeten im Mittelfeld der B-Gruppe. Die Elite wurde von Trevor Marsicano dominiert, der in 1:45,54 min gewann und den Niederländer Simon Kuipers sowie seinen US-Teamkamerad Shani Davis um fast eine halbe Sekunde distanzierte. Die „Amis“ dominierten auch im Team Pursuit, gewannen klar in 3:43,58 Minuten vor Kanada und dem norwegischen Gastgeberteam. Patrick Beckert, Tobias Schneider und Marco Weber wurden Elfte.