KufenflitzerAuch in der kommenden Saison Hoffnungsträger. Nico Ihle, Claudia Pechstein. Foto: Archiv„Startschuss“ nannten die Teilnehmer die Ergebnisse der Klausurtagung der DESG. Nach einer Saison mit vielen Herausforderungen, gipfelnd in personellen Veränderungen.

Zunächst erfolgte eine Auswertung des olympischen Winters unter Beteiligung des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT). Im Anschluss verständigten sich die Vertreter der Trainerkommission, der Bundesstützpunkte und des Präsidiums, gemeinsam auf untenstehende Eckpfeiler in der weiteren Ausrichtung des Verbandes. Ziel ist es, den Forderungen der Leistungssportreform nach Modernisierung und Professionalisierung der Verbände Rechnung zu tragen und die 2014 begonnene Neuausrichtung weiter zu forcieren.

Die Eckpfeiler:

Zur Umsetzung der Anforderungen an die Verbandsstruktur der DESG werden unter anderem auch Satzungsänderung notwendig, die bei der diesjährigen Verbandsversammlung vorgestellt werden sollen. Für die gesamte Reform sind zwölf bis 14 Monate angesetzt.

In der Leistungssportstruktur soll eine größere Verzahnung zwischen den verantwortlichen Trainern und den Bundesstützpunkten erfolgen. So wird neben der Bestätigung der Trainerkommission als Entscheidungsgremium die Bundesstützpunktkommission als offizielles Beratungs- und Informationsgremium etabliert. In sofortiger Umsetzung wurden die Ergebnisse der Klausurtagung bereits durch die Stützpunktleiter an ihren jeweiligen Standorten kommuniziert.

Einen Status Quo strebt die DESG bei der Stützpunktstruktur im Eisschnelllaufen und Short Track an. Die Bundesstützpunkte bilden aus Sicht der Verantwortlichen auch weiterhin die essentiell notwendige Basis für die leistungssportliche Entwicklung der DESG-Disziplinen in Deutschland.

Veränderungen sind in der Kaderstruktur bei der Betreuung der leistungsstärksten Kaderathleten geplant, die in Teilabschnitten umgesetzt werden soll. Für den Olympiakader soll im Olympiazyklus 2019 – 2022 eine Übergangslösung geschaffen werden. Die verantwortlichen Trainer sind fest davon überzeugt, dass es nur durch die Schaffung von leistungsstarken Trainingsgefügen unter durchgehender Betreuung eines Bundestrainers sowie optimalen Rahmenbedingungen gelingen kann, den Anschluss an die Weltspitze wiederherzustellen.

Somit wird eine Etablierung eines „High Performance Centers“ für die Sportarten Eisschnelllauf und Short Track angestrebt, das soll mittelfristig umgesetzt werden. Kurzfristig werden die leistungsstarken Perspektivkader am BSP Berlin zusammengeführt, im Short Track weiterhin am BSP Dresden.

Veränderungen in der Leistungssportpersonalstruktur werden in den nächsten Wochen kommuniziert.

Aktuelle Schwerpunkte sind für die Leistungssportverantwortlichen die Beantwortung der Fragen der Potenzialanalyse-Kommission (PotAS-Kommission) für die beiden Sportarten Eisschnelllauf und Short Track sowie die Erarbeitung des DESG-Strukturplans 2019 – 2022/26.