Bay_Interview_2Jennifer Bay im Gespräch mit dem MDR-Kollegen Raimo Hinsdorf. Foto: DESG-PresseVon wegen Damen-Kränzchen in Klobenstein. Frauen-Power mit zwei Entscheidungen innerhalb von wenigen Stunden bei der Allround-Europa-meisterschaft war angesagt. Und einer passablen Zwischenbilanz für die junge deutsche Mannschaft. Jennifer Bay als Neunte über 3000 m und Isabell Ost auf Rang 11.
Da staunten selbst die ausländischen Delegationen. „Unsere Entscheidung, Stephanie Beckert hier zu schonen, stieß auf viel Verständnis“, analysierte Markus Eicher die Reaktionen im internationalen Kollegenkreis.

Fast abgehakt war damit die misslungene Ouvertüre auf der Sprintdistanz mit den Rängen 17, 18, 21 für Bay, Ost und EM-Neuling Bente Kraus. Keinem aus dem Trio behagt die Jagd nach Hundertstelsekunden über 500 Meter. „Technisch enttäuschend“, nannte Jennifer Bay ihre Premiere bei der Europameisterschaft.  „Katastrophal“ kanzelte Isi die eigene Performance ab. Während sich die Schnellste, Karolina Erbanova (CZE), mit 39,29 Sekunden für einen Junioren-Bahnrekord feiern ließ. Hinterher gab die 18-Jährige ihre ersten Interviews auf Englisch. Respekt.

Nur anderthalb Stunden war Zeit für eine kleine Stärkung – und dennoch in Bewegung bleiben: Jogging zwischen Stadion und Aufwärmhalle. Die Spannung hoch halten, dick vermummt durch Südtirols Kältekammer. Die Trainer loben die Entwicklung ihres „Kükens“ Jennifer Bay. „Das konnte vor dem Saisonstart so niemand erwarten“, meint Eicher. Die 19-Jährige berichtete, „nur über die Kondition“ zu ihrer Top-Ten-Platzierung  gekommen zu sein. Technisch gelte es, noch „viele Reserven zu erschließen.“ Isabell Ost (22) befolgte exakt die Vorgaben der Betreuer. „Das klappte. Zumindest bis zur fünften Runde: danach sterben. Und im Wind ganz tief machen.“
Während ganz vorne Martina Sáblíková und Ireen Wüst ihr Privatduell fortsetzen. Über 1500 m und den abschließenden 5000 m, dem letzten EM-Wettbewerb 2011 auf der „Terrasse“ über Bozen.

 

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