Klobenstein_FansAufbruch in Klobenstein.
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Short Track und Eisschnelllaufen im Doppelpack. DESG-Sportdirektor Günter Schumacher nutzte ein kurzes Hochdruckgebiet über den Alpen, um nach den Kufenkratzern in Inzell via Brenner die Eischnellläufer in Südtirol zu begutachten. Er brachte die langersehnte Sonne mit und lobte den Auftritt der jungen deutschen Damen-Mannschaft. „Natürlich klafft die Schere zwischen Erwartungen und Resultaten noch auseinander, aber wir sind auf einem guten Weg und müssen uns auch in Geduld üben.“

Das war kurz vorher Robert Lehmann widerfahren. Aufgrund des Rückzugs von Lokalmatador Enrico Fabris für die finalen 10.000 Meter und plötzlichen Spekulationen über den Gesundheitszustand des Niederländers Renz Rotteveel musste der Erfurter nochmals um das WM-Ticket  bangen. „Wenn der (Rotteveel) absagt, bin ich draußen.“ Genug gebangt: der worst case trat nicht ein, sein (27.) Geburtstag war wenigstens einigermaßen gerettet, „auch wenn ich viel lieber gestartet wäre.“ Ivan Skobrev, zweifacher Medaillengewinnerin von Vancouver, durchbrach die Oranje-Hegemonie, auch NOS-Expertin Anni Friesinger-Postma applaudierte dem großgewachsenen Russen für seinen couragierten Sieg über die längste Distanz – und den EM-Titel in der Punkteaddition.
MatschParkplatz im Matsch.
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Während die Parkplätze rund um die Arena Ritten sich bei 6 Grad in einen matschigen Acker verwandelten, beendete die 5000-m-Konkurrenz der Frauen das Outdoor-Wochenende am Ritten. Doppelolympiasiegerin Martina Sáblíková siegte erwartungsgemäß vor Ireen Wüst, was der sonst so heiteren holländischen Fan-Gemeinde wie ein zu dicker Happen Gouda vorkam. Und die Macher der Mehrkampf-Europameisterschaften 2012 sprachen bereits ihre Einladungen aus. Nach Ungarn, mitten in die Hauptstadt Budapest. Auf einer Kunsteisbahn, die in der Landessprache Müjégpálya heißt - übrigens erneut unter freiem Himmel….