Victoria StVictoria Stirnemann in der Erfolgsspur.
Foto: DESGphoto/L.Hagen
Die äußeren Bedingungen beim Weltcup Junioren und U23 in Helsinki waren: Schneefall sowie Temperaturen bis minus 15 Grad. Nichts für „Warmduscher“ auf der Freiluftbahn der finnischen Hauptstadt. Dem DESG-Nachwuchs aber bekam das nordische Klima. Victoria Stirnemann glänzte mit Silber und Bronze. Bei den Neo-Senioren gab es Gold für Fridtjof Petzold. Gerne verfasste Bundestrainer Erik Bouwman seinen Weltcup-Report.

„Wir waren nur mit drei Juniorinnen am Start, weil wir entschieden hatten, unsere Jungs Max Reder, Lukas Mann und Moritz Klein zu Hause zu lassen. Im Hinblick auf das pralle Programm der nächsten Wochen, ausgerichtet auf das Saison-Hauptziel Junioren-WM in Baselga. (Anm.: 15.-17. Februar)

Für die Debütanten Anna Ostlender und Josephine Heimerl war es eine gute Erfahrung. Vor allem um das Potenzial für den Team Sprint in einem international hochkarätigen Feld zu überprüfen. Zusammen mit Victoria Stirnemann wurde das zuletzt intensiv getestet und geübt. Der sehr gute vierte Platz bestätigte die Arbeit und signalisiert, dass noch viel Luft für Verbesserungen offen ist.

Victoria Stirnemann erlebte ein wahnsinnig gutes Wochenende mit zwei Podiums-Plätzen. Am Samstag gewann sie ihre erste internationale Junioren-Medaille: Bronze (1000 Meter) mit einer hervorragenden letzten Runde. Und dann noch die Steigerung. Silber über 1500 Meter in einem explosiven Duell mit der Niederländerin Paulien Verhaar. Mit zwei Medaillen und viel Selbstvertrauen kann Victoria jetzt Richtung JWM denken.

Auch bei den U23-Rennen notierten wir einige ansprechende Ergebnisse. Zunächst der dritte Platz für Michael Roth auf 1000 Meter. Er unterstrich sein ansteigendes Niveau der letzten Wochen mit zwei sehr stabilen Runden nach einem mäßigen 200-Meter-Angang. Als Ersatz für Jeremias Marx lief er zudem ordentliche 1500 Meter als Sechster. Der U23-Teamsprint-Zug (Jeske/Roth/Marx) erfüllte die Aufgaben und gewann Silber hinter Russland.

Auf den Einzelstrecken 500 und 1000 konnten Ole Jeske und Jeremias Marx leider nicht überzeugen. Der Gipfel des U23 World Cup aber war das Finale. Die zwei Debütanten Stefan Emele und Fridtjof Petzold setzten unsere Strategie im Massenlauf zu 100 Prozent um. Fünf Runden vor Schluss attackierte Petzold in Richtung der zwei Führenden. Emele blockte als ‚Stopper` das Feld. Petzold zog vorbei und holte GOLD! Mit fünf Medaillen im Gepäck und dem Wissen um zahlreiche Optimierungs-Ansätze flogen wir nach Hause. Die DM der Junioren und der vierte Überprüfungs-Wettkampf stehen an, der Fokus richtet sich dann auf das Weltcupfinale und die WM.“