Patrick Beckert CEPatrick Beckert - Finale möglich?
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Zwei Highlights beschließen den nacholympischen Eisschnelllauf-Winter - und das verspricht zum Saisonende sogar die schnellsten Zeiten überhaupt. Calgary richtet am Samstag und Sonntag die Mehrkampf-WM aus, eine Woche später bittet Salt Lake City zum Weltcupfinale, nirgendwo auf der Welt sind schnellere Runden möglich als auf den nordamerikanischen Bahnen in über 1000 m Höhe.

Die DESG ist in der kanadischen Olympiastadt von 1988 durch Patrick Beckert, Claudia Pechstein, dem frischgebackenen Junioren-Weltmeister Lukas Mann und Roxanne Dufter vertreten. „Der Jetlag ist überwunden, die Atmosphäre entspannt“, berichtet Coach Daan Rottier aus Alberta. Gewöhnen musste sich das Quartett aber nach dem mitteleuropäischen Frühling (+ 18 Grad) an echte kanadische Kühlschrank-Temperaturen. „Bis zu minus 22 Grad, doch die Bedingungen hier sind toll“, (Rottier). Je 24 Sportler kommen zum Einsatz: am Samstag stehen 500 m (Da/He) sowie 3000 m (Da) und 5000 m (He) auf dem Progamm, am Schlusstag jeweils 1500. Nur die acht Punktebesten nehmen die Läufe über 5 km resp. 10 km in Angriff.  

Im Vorjahr gewannen (unter freiem Himmel in Amsterdam) Miho Takagi (Japan) und Patrick Roest (Niederlande) die Allround-Goldmedaillen, die deutschen Skater verpassten die final countdowns. Damals ein Event der Superlative im ehrwürdigen Olympiastadion, während die Skater in Calgary erst in der zweiten Reihe daherkommen. Der Grund: die Puckjäger der Calgary Flames mischen als Tabellenführer in ihrer Division die Konkurrenz auf und die Eishockey-frenetischen Fans kennen nur ein Thema. Holen die Rothemden endlich wieder die Trophäe wie zuletzt 1989?