Roxanne CalgaryRoxanne Dufter - noch einmal aufdrehen. Foto: CEPixCalgary – ein lohnender Stopp auf der abschließenden Nordamerika-Tour der Eisschnellläufer. Bei der Allround-WM bestätigten zwei Ausnahme-Athleten ihre Klasse. Martina Sáblíková stellte einen neuen 3000-m-Weltrekord auf und gewann die Mehrkampf-WM. Der Niederländer Patrick Roest beerbte endgültig Sven Kramer und verteidigte seinen Titel mit einem neuen Punkte-Maximum, er unterbot damit die 13 Jahre alte Marke von Shani Davis.

Das DESG-Quartett stellte sich den Herausforderungen des sonst eher ungewöhnlichen Strecken-Mix. Patrick Beckert wurde 15. – nachdem er über 5000 m die siebtbeste Zeit (6:15,99 Minuten) auf das schnelle kanadische Eis gelegt hatte. Vorher hatte er den ungewohnten Sprint absolviert, wahrlich nicht das Ding des Erfurters („obwohl ich den deutschen Rekord im Mehrkampf halte, bin ich definitiv kein Mehrkämpfer“), jetzt gilt seine Konzentration dem Weltcup in Utah. Das trifft auch auf Claudia Pechstein zu. Über 500 m hatte der Kontakt mit einem Begrenzungsklötzchen eine Disqualifikation nach sich gezogen. Im 3000-m-Rennen kam sie auf gute 4:03,96 Minuten. Aber das hatte keinen Einfluss auf das Gesamt-Ranking. Während Roxanne Dufter nach ihrer Strecken-Trilogie (500/3000/1500) die WM als Nummer 19 beendete.

„Es waren stabile 3000m, aber leider nicht mehr das Topniveau der Einzelstrecken-WM“, sah DESG-Coach Daan Rottier die Runden der Inzellerin. „Über 1500m war sie sehr gut unterwegs, hatte nach einem schwierigen letzten Wechsel jedoch keine optimale letzte Runde.“

Im Fokus für ihn rückte natürlich Lukas Mann. Der 19-Jährige lief als Junior seine erste Senioren-WM, ein Erlebnis, eine wichtige Erfahrung. Rottier: „Die 500 Meter waren nicht optimal, obwohl er erstmals unter 37 Sekunden blieb. Über 5000 m hatte er etwas Pech, direkt nach der Eispflege dran zu sein - auf dem noch nassen Untergrund. So konnte er leider nicht zeigen, was er momentan drauf hat. Dafür zeigte Lukas am zweiten Tag ein sehr starkes Rennen (Anm.: über 1500 m), womit er seine Supersaison gut abschließen konnte.“