SommertrainingSommertraining in Dresden.
Fotos: Leon Kaufmann-Ludwig
Training in Polen, Eis-Einheiten in Dresden – und das bis zu zehn Stunden am Tag. Die deutschen Shorttracker um Anna Seidel und Adrian Lüdtke absolvieren ein Hammer-Pensum im Hinblick auf die neue Saison. “Ja, wir arbeiten hart”, sagt der englische Bundestrainer Stuart Horsepool und erläutert seinen “summer report”.

- Was tat sich in diesem Sommer bisher bei den deutschen Shorttrackern?

Die Nationalmannschaft bezog im Juni für drei Wochen ein "On Ice"-Trainingslager zusammen mit der polnischen Nationalmannschaft in Tomaszow. Seit dem 15. Juli haben wir in Dresden Sommereis. Die Skater arbeiten hart und trainieren acht bis zehn Stunden am Tag, fünf bis sechsmal pro Woche.

- Welche Lehrgänge liegen sonst hinter den Aktiven?

Anna Seidel und Leon Kaufmann-Ludwig waren für drei Wochen in Salt Lake City/USA, um schon im Mai eine extra frühe Möglichkeit zum Eistraining zu nutzen. Beide profitierten davon und würden so eine Maßnahme gerne wiederholen.

- Bietet das Sommereis in Dresden jetzt optimale Möglichkeiten?

Wir würden uns generell wünschen, dass das Sommereis noch früher beginnt, ideal wäre Anfang Juni. Dennoch ist das Eis in Dresden super und auch das Drumherum stimmt. Alle helfen und unterstützen uns enorm. Die anderen internationalen Top-Teams jedoch nutzen früh in der Saison das Sommereis, die meisten stehen bereits im Mai darauf, das ist eine große Veränderung gegenüber den letzten Olympia-Zyklen. Wir haben hier auch neue Ansätze im Bezug auf das Krafttraining angewandt.

- Skizzieren Sie bitte die nächsten Maßnahmen

Wir durchlaufen jetzt eine Höchstgeschwindigkeitsphase bis Mitte September, haben ein Return-Trainingslager mit der polnischen Nationalmannschaft in Dresden geplant. Den Abschluss bildet ein Wettkampf, der Aufschlüsse darüber liefert, in wieweit das Sommertraining angeschlagen hat und in welchem Fitness-Zustand sich die Sportler befinden. Übrigens gehört ein neuer Kurvenflitzer zum Team: Jung Ben Yanghun, ein 17 Jahre junger, ehemaliger südkoreanischen Skater, der für Deutschland starten darf. In der letzten Saison gehörte Ben zu den B-Junioren, durfte aber nicht beim Europacup-Finale antreten. Das ist jetzt möglich – ein guter Junge mit echter Perspektive.