Erik bearbErik Bouwman im Sommer in Inzell.
Foto: DESG
Inzell macht in diesen Wochen seinem Namen als Eisschnelllauf-Eldorado einmal mehr alle Ehre. Das schnelle Eis der Max-Aicher-Arena entwickelte sich – auch bei Testwettkämpfen – zur Spielwiese ambitionierter Skater, die Asse aus den Niederlanden, Norwegen, Polen, Österreich tummelten sich auf der Anlage. Auch die besten DESG-Sportler haben sich wieder im Chiemgau „eingenistet“. Betreut von den beiden Bundestrainern Erik Bouwman und Danny Leger wird jede freie Minute genutzt.

Den „Goldenen Oktober auf dem Eis“ beschreibt Bouwman auch als „Endphase der Sommer-Periodisierung“. Hinter den Eisschnellläufern liegen intensive Wochen der Vorbereitung. Zum Beispiel auf Lanzarote, wo „beste Bedingungen“ herrschten. Für ausgiebige Rad-Einheiten ebenso wie Krafttraining und Sprung-Imitationen. Bouwman mit den Mehrkämpfern und Leger mit der Sprint-Fraktion, alle zusammen als „Nationalmannschaft“, schufen eine gute Atmosphäre.

Hinterher bestätigten die Werte bei der Leistungsdiagnostik (KLD) die Fortschritte. Aber die Trainer sind ohnehin permanent auf dem laufenden über den Status quo ihrer Schützlinge. Nach jeder Bike-Einheit ploppen die Testergebnisse auf dem Rechner auf. „Das ist entscheidend für die weitere taktische und mentale Herangehensweise.“ Die individuellen Anpassungen haben den „Mainstream“ abgelöst. Bouwman: „Ein zufriedenstellender Sommer, um alle physischen Voraussetzungen zu optimieren, ist eine Sache - aber entscheidend ist dann im Winter das fine tuning für die technischen, mentalen und taktischen Fähigkeiten.“

Mit Ausnahme von Manuel Gras (Bandscheiben-Vorfall) und Paul Galczinsky (Knie-Verletzung) sind „alle fit“, können die Trainer vermelden. Dazu gehört auch Junioren-Weltmeister Lukas Mann, von der Stiftung Deutsche Sporthilfe für die Wahl zum „Junior-Sportler“ 2019 nominiert. Der 19-jährige Berliner startet in seine erste Saison bei den Senioren. Ein enormer Schritt. „Für ihn und die Mehrheit unserer Sprint-&-Mehrkampf-Truppe müssen wir realistisch sein, dass es für alle noch ein sehr weiter Weg zur Weltspitze ist“, so Erik Bouwman, der während seiner Trainer-Karriere sehr erfolgreich mit dem holländischen Profi-VPZ-Team war und u.a auch die südkoreanischen Skater für Olympia fit gemacht hatte.

Das „Wir-Gefühl“ ist ein guter Katalysator. Bei den Sprintern fordern die Jungen wie Hendrik Dombek (22) zum einen das Establishment heraus und profitieren ihrerseits von deren Erfahrungen. Denny Ihle (34) erlebt „seine zweite Jugend“. Bruder Nico und Joel Dufter treiben sich an. Auch die anderen „jungen Hunde“ wie Max Reder, Michael Roth, Jeremias Marx, Ole Jeske und Stefan Emele profitieren vom Luxus dieses Sprintzuges.

 

Parallel zieht Patrick Beckert – zusammen mit Bruder Pedro - sein System selbstständig durch. „Mit Patrick bin ich im Bezug auf die Trainingsphilosophie auf der gleichen Linie. Wir stehen in gutem Kontakt Und Ich habe Respekt für soviel Disziplin“, sagt Erik Bouwman.

Die Marktgemeinde