leonkl 7871Short Track Training.
Foto: Leon Kaufmann-Ludwig
Fakt ist: der Eischnelllauf-Winter beginnt im Short Track an diesem Wochenende – mit dem ersten Weltcup ab Freitag im Utah Olympic Oval von Salt Lake City. Auf dem bekanntlich „Fastest Ice on Earth“ dürften die schnellsten Rennen gleich zu Beginn die Schräglagen-Saison einläuten.Whats

Die DESG trägt diesem Turbo-Start Rechnung: seit Wochenanfang sind sechs Athleten unter Leitung von Bundestrainer Stuart Horsepool in Nordamerika, wo anschließend Montreal zum zweiten Durchgang bittet. Die Hoffnungen der deutschen Delegation ruhen einmal mehr auf Anna Seidel (21) die 2018/2019 wieder auf dem Weltcup-Podest stand und für zwei Top10 Platzierungen bei der WM in Sofia sorgte (7. über 1500m und 8. über 1000m). Für die nach Verletzung noch im Aufbau befindliche Bianca Walter rückt Gina Jacobs (21) ins Team. Als Signal für die Zukunft darf man die Nominierung von vier Herren durch Stuart
Horsepool interpretieren. Ein Quartett für Salt Lake, das auch zum Staffel-Einsatz kommt und sich in dieser Disziplin heranarbeiten will.

Adrian Lüdtke, der in seinem ersten Weltcup-Winter bis in B-Finals vorgerückt war und bei der WM einen 8. Platz über 1000m erreichte, unterstrich mit einer persönlichen Bestzeit über 500 m bei der Quali (Invitation-Cup, Heerenveen) seine Weiterentwicklung. Der in Dresden trainierende Rostocker hofft auf den nächsten Schritt Richtung erweiterter Weltspitze. Neben Christoph Schubert, mit 25 Lenzen fast ein Routinier, stehen Leon Kaufmann-Ludwig (23) und Yanghun Ben Jung (17) im Aufgebot. Der Münchner Kaufmann-Ludwig durchlebte eine fast dreijährige Talsohle mit Verletzungen an Schulter, Knie, einschließlich mehrerer Operationen. In der Vorbereitung überzeugte er den Bundestrainer. Das „Küken“ Ben Jung stammt aus Südkorea – trainiert seit diesem Jahr in Dresden, besucht an der Elbe das Sportgymnasium. Bens Eltern zogen nach Deutschland, der Filius profitierte von der hohen Shorttrack-Schule Südkoreas. Ein Newcomer für die Zukunft, der in dieser Saison zunächst die Juniorenweltmeisterschaften anpeilt und erste Erfahrungen im Weltcup sammeln soll. Als Südkoreaner startet er auf Grundlage bestehender Regularien des Weltverbandes ISU im deutschen Dress und sieht seine Zukunft in Deutschland.

Nach dem Auftakt in Nordamerika stehen die nächsten Stationen in Asien auf dem Programm. Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgt einmal mehr Dresden: im Februar 2020 (07.-09.) ist wieder Weltcup-Time an der Elbe.