VerabschiedungStephanie Beckert, Bente Pflug und Gabi Hirschbichler mit Matthias Kulik, Stefanie van Eck und Dieter Wallisch.
Foto: DESG-Presse
Manche verdrückte eine Träne – denn anlässlich der Titelkämpfe wurde ein starkes Damen-Trio der DESG verabschiedet. Olympiasiegerin Stephanie Beckert, Bente Pflug (2014 in Sotschi am Start) und Gabi Hirschbichler (zwei Olympia-Teilnahmen) erhielten warmen Applaus von den Rängen sowie Medaillen und Urkunden von der Verbandsspitze. „Danke Euch für tolle Jahre auf dem Eis.“

Bis zum Sommer hatte Stephie Beckert noch gehofft, auf das 400-m-Rund zurückzukehren. Vergeblich: die malträtierten Bandscheiben ließen keine passable Vorbereitung zu. „So richtig abgeschlossen aber habe ich bis heute nicht. Es ist mir schwergefallen und tut weh,“ schildert die 31-Jährige ihre Gefühle. Verständlich, denn jahrelang hatte Beckert darum gekämpft, nochmals ihr Top-Niveau zu erreichen. Drei Medaillen bei den Winterspielen 2010 in Vancouver, sieben Streckensiege im Weltcup, Rekorde und Ehrungen – eine Karriere voller Highlights, zuletzt aber auch Schmerzen und Rückschläge.

Im August begann Stephanie Beckert eine dreijährige Ausbildung zur Erzieherin. „Das ist mein neues Leben, aber daran gewöhnen muss ich mich noch.“ Die zahlreichen Medaillen liegen in einer Vitrine ihrer Wohnung, an der sie täglich vorbeiläuft. „Und ich schaue gerne darauf.“ Wenn es die Zeit erlaubt, hilft sie im Verein, dem EC Erfurt aus – und kann es sich durchaus vorstellen, ihre Erfahrungen eines Tages weiterzugeben. Sie ist im Besitz des Trainer-B-Scheines, drückt Bruder Patrick die Daumen und denkt mit Schrecken daran, wie er über 10 km bei der letzten WM um zwei Tausendstel am Podest vorbeischrammte. „Das tat mir so leid für ihn, an ein ähnlich knappes Resultat „in einem Rennen gegen Martina Sáblíková in Calgary“ kann sie sich auch erinnern.