Interview3Nico Ihle und Samuel Schwarz im Fachgespräch. Foto: DESG-PresseWM-Statements der deutschen Starter:

Jenny Wolf
: „Wenn man die letzten Jahre immer auf dem Treppchen stand, hat man natürlich seine Ansprüche… Aber die 'richtige' Sprint-WM ist natürlich in Inzell, darauf lege ich den Fokus. Für Beixing Wang, die wohl nicht antritt, sind die Asian Games eben von großer Bedeutung.“

Gabriele Hirschbichler: „Die erste WM ist eine Herausforderung, auch im Hinblick auf Inzell, wenn man vor großem Publikum läuft. Über 500 m bin ich von vorneherein zu langsam, aber darüber mache ich mir nun keine Gedanken, will das hier auch genießen. Und anschließend meinen Platz für die WM  absichern.“

Judith Hesse: „Hinter mir liegt eine etwas holprige Vorbereitung mit Erkältung und  muskulären Probleme im Adduktorenbereich, typisch für Sprinter eben. Also nur ja nicht verletzen und dann vier stabile Läufe hinlegen. Es gilt für mich, die guten Resultate von Asien zu bestätigen, technisch ordentlich zu laufen.“

Nico Ihle: „2008 war ich hier bei der WM quasi erstmals vor Publikum gelaufen. Also ist Heerenveen ein ganz besonderer Ort… Mein Mindestziel ist eine Top-Ten-Platzierung, alles andere wäre Zugabe. Das Eis? Gleitet wie Bombe, macht Spaß. Über 500 Meter? 35 tief. 1000 Meter? Die 1:09 ankratzen.“

Samuel Schwarz: „Ja, es gleitet wirklich gut, man kann seine Technik ausspielen. Braucht nicht zu so ackern, muss nicht hektisch werden – und kann längere Schritte laufen. Wir sind hier, um das Maximum zu geben und unsere Stärken zu zeigen. An Platzierungen denke ich, wie in Asien, eher nicht.“

Denny Ihle: „Nach so vielen Anläufen musste es mit einer Zeit unter 36 Sekunden ja endlich klappen. Das entkrampft. Wir haben jetzt drei Wochen Grundlagen gebolzt, teilweise bei extremen Bedingungen, mit minus 15 Grad draußen, das machte uns auch stark. Jetzt will ich bei meiner ersten Sprint-WM einfach Erfahrungen sammeln. Und das vor so vielen Zuschauern.“