Günter TraubGünter Traub - auch mit 80 noch aktiv. Foto: HJ VIGNOLDAm 13. März feierte Eisschnellläufer Günter Traub in seiner Schweizer Wahlheimat St. Moritz seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar hat deutsche Sportgeschichte geschrieben. Nicht nur, weil er am vergangenen Wochenende in Leeuwarden (Niederlande) bei den Masters noch Sprint-Vizeweltmeister wurde und Mastersweltrekorde hält.

Die Eisstory begann vor 60 Jahren, als er als Rollschnellläufer gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen und einigen anderen in Inzell auf dem Frillensee aufs Eis ging. “Wir wollten das Eisschnelllaufen aus seinem Dornröschenschlaf wecken”, erinnert sich der gebürtige Schweinfurter. Das gelang. Inzell entwickelte sich zum deutschen Eisschnelllaufzentrum. Und Traub wurde einer der Besten auf den langen Kufen.  

Keine Stimme mehr hatte Bundestrainer Stuart Horsepool in Sofia, als er am Sonntagnachmittag seine Schützlinge Anna Seidel und Adrian Lüdtke für ihre tollen WM-Rennen lobte. So sehr hatte der Brite die Seinen zuvor von der Bande aus angefeuert. "Ein siebter und zwei achte Plätze, das war eine Teamleistung. Alle, einschließlich aller Betreuer, haben daran ihren Anteil", sagte Horsepool. Und fügte hinzu: "Die Atmosphäre in der Gruppe ist sehr gut. Seit langem sind wir wieder im Lift.“

Joel FaustJoel - starkes Saisonfinale mit Deutschem Rekord. Foto: DESGphoto/L-HagenEs gibt Momente, da könnte Todd Porter, Generalmanager des Utah Olympic Oval, die ganze Welt umarmen. Wenn auf „seinem“ Eis einmal wieder die Rekorde purzelten – wie an diesem März-Wochenende, als die Kufencracks voller Begeisterung vom „Fastest Ice on Earth“ schwärmten. Salt Lake City wurde beim Weltcupfinale erneut dem hohen Anspruch gerecht. Nirgendwo geht es schneller in die Kurven. Gut 75 000 Dollar pro Monat lassen sich die Macher im Mormonenstaat das Eis-Geheimnis kosten. Doch die wahre Kunst liege nicht darin, den Untergrund – Ende Juli – zu präparieren, sondern die Qualität während des Winters zu erhalten. Wie 2018/19, als beim Finale die besten Bedingungen herrschten.

Nico Inzell 2Nico Ihle. Noch einmal richtig reinklotzen. Foto: CEPixShowdown in der Olympiastadt von 2002. Mit dem Weltcupfinale in der Kapitale des Mormonenstaats, einer pickfeinen Stadt, zwischen Rocky Mountains und dem Großen Salzsee gelegen. Das Wichtigste: das schnelle Eis des Utah Olympic Oval von Kearns bietet die ideale Plattform für die letzten schnellen Eisschnelllauf-Runden im nacholympischen Winter. Als Bonus winken ordentliche Preise, ausgeschüttet von der ISU. Die Gesamtsieger der einzelnen Disziplinen erhalten

Adrian DresdenAdrian Lüdtke, entspannt und fokussiert. Foto: DESG-Presse“Die letzten Wochen liefen wirklich super. Ich konnte mich im Training – verglichen zur restlichen Saison – nochmals in den Zeiten steigern. Das will ich natürlich auch aufs Eis bringen.” Mit einer dicken Portion Selbstbewusststein ist Anna Seidel in Sofia gelandet. Die Form für die Shorttrack-WM in der bulgarischen Hauptstadt stimmt. “In der Vergangenheit liefen meine Teilnahmen immer ziemlich ärgerlich ab, deshalb hoffe ich jetzt auf ein Ergebnis, mit dem ich zufrieden sein kann. Top 12 wäre so ein Ergebnis”, konkretisiert die 20-jährige Dresdnerin.

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