Blaue Couch Jenny und Robert 2015Bereits 2015 stellte Jenny Wolf beim Medienseminar die Weichen Richtung Zukunft (mit Robert Lehmann-Dolle). Foto: Archiv DESG-PresseDie DESG richtet sich für die Zukunft aus und beruft Jenny Wolf (39) zur neuen Verantwortlichen für die Traineraus- und Weiterbildung sowie zur Wissenschaftskoordinatorin im Eisschnelllauf und Shorttrack. Sie tritt die Nachfolge von Jürgen Wolf an, der die Stelle des Bundestrainers Ausbildung in dreijähriger Kooperation mit dem Deutschen Skiverband bis zum 31. Dezember bei der DESG ausgefüllt hat.

AnnaDDAnna: Daumen drücken für die Handball-Helden. Foto: Robert MichaelNicht unerwartet, aber logisch. Die Handball-Begeisterung hat auch das Shorttrack-Eldorado Dresden erfasst. Anna Seidel verfolgte die Spiele von Gensheimer und Co. regelmäßig und ließ sich von der Euphorie elektrisieren. “So cool und diese unglaubliche Stimmung in den Hallen.” Zu gerne hätte die zweifache Olympia-Teilnehmerin eine Partie in Köln verfolgt, aber es gab keine Karten. “Und schön, dass die Deutschen so weit kamen.” Fast die ganze Nation fiebert derzeit mit – und vielleicht erlebt Anna am kommenden Wochenende in ihrer Heim-Arena an der Elbe ein kleines Stimmunghoch: schließlich wird der Sport in Schräglage nirgendwo besser zelebriert, weiß die 21-Jährige mehr Fans auf ihrer Seite. “Auch deshalb freuen wir uns enorm.” Heiße Weltcupkufen sind auch ein Bringer.

Startschuss DD bearbeitet 1Ready! Go - Dresden - go.
Foto: Archiv DESG-Presse
Zuletzt flatterte bei OK-Chef Uwe Rietzke noch die Anmeldung der Delegation aus Malaysia auf den Tisch – überhaupt reisen Asiens Shorttracker quasi vollzählig zum Weltcup nach Dresden (1. bis 3. Februar). Und Rietzke muss sich überlegen, wie er allen Teams Umkleidekabinen in der EnergieVerbund Arena anbieten kann. In jedem Fall wird es eng, beim Saison-Highlight an der Elbe. Aber das dürfte die Atmosphäre nur weiter anheizen.

GabiH4Gabi Hirschbichler: mit großen Schritten zur Heim-WM.
Foto: DESGphoto/L.Hagen
Drei Tage in der alternativlos majestätisch gelegenen Freiluft-Arena auf dem Rittner Hochplateau, die Zuschauer erlebten mal wieder einen Eisschnelllauf-Plausch. Mit zwei Openair-Weltrekorden, guter Stimmung. Und die deutschen Eisschnellläufer hatten ihren Anteil am Erfolg der Eis-Sause in Südtirol, was so gar nicht unbedingt erwartet worden war. Nico Ihle und Joel Dufter kamen als Fünfter und Siebter im Sprint in Medaillennähe. Roxanne Dufter erreichte im großen Vierkampf das Finale der besten acht Euro-Skaterinnen. Bei den Herren flirteten Lukas Mann als Novize und Felix Maly bei seiner zweiten EM-Teilnahme, mit dem Einzug in den Achtkampf über die 10 km. Coach Daan Rottier hatte durchaus Grund zur Freude. „Ja, wir können zufrieden sein.“ Vier Wochen vor der WM ein guter Formtest. Doch das Saisonziel Nummer 1 steht erst bei den Titelkämpfen in Inzell auf dem Programm.

Im Shorttrack-Theater von Dordrecht mit der Kulisse vor insgesamt 12 000 Zuschauern an drei Tagen spielte das DESG-Team keine Hauptrolle. "Susanne, Susanne" hieß der Hit der Veranstaltung. Für Spannung beim Heimpublikum sorgte die Favoritin, die 21 Jahre alte 1000 m-Olympiasiegerin Suzanne Schulting", bis sie das ersehnte Allround-Gold in Empfang nehmen konnte. Die niederländische Sportlerin des Jahres gewann holte Einzelgold nur über 1500 m, kam über 500 m auf Rang vier und verpasste auf ihrer olympischen Goldstrecke 1000 m durch einen Penalty alle Punkte. Mit dem Sieg im 3000-m-Superfinale stürmte sie dann zum ersehnten Titel. Das EM-Gold widmete Schulting ihrem mit schweren Brandwunden im Krankenhaus liegenden "Shorttrack"-Bruder Sjinkie Knegt. Trotz seiner Abwesenheit war der Titelverteidiger von Dresden stets anwesend. Über Social Media erhielt er täglich "Sjinkie-Genesungswünsche" der 3000 Zuschauer als Videoclip ins Krankenhaus gesendet.

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