Pechi_Geisreiter_InterviewMoritz Geisreiter (links) lauscht Claudia Pechstein und Moderator Jens Zimmermann auf der DKB-Couch.
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Dieser Mann fällt auf, obwohl er kein lauter Zeitgenosse ist. Zwei Meter lang, blond, schlank, markante Brille. In Inzell kennt ihn jeder, denn Moritz Geisreiter wuchs in dem Eisschnelllauf-Eldorado im Chiemgau auf und ist bis heute fest mit der Gemeinde verbunden. Am Samstag nun erfüllt sich ein Traum für den Langstreckenspezialisten: der Start bei der Weltmeisterschaft über 10.000 Meter in seiner Heimat.

Stephi_und_MaxiStephanie Beckert und ihr größter kleiner Fan, Maxi.
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Geschafft! Stephanie Beckert strahlte, jubelte ins Publikum – und nahm nach ihrer Inzeller WM-Premiere über 3000 Meter auf dem Podium Platz. Mit Bronze dekoriert. Hinter der unglaublich starken holländischen Olympiasiegerin Ireen Wüst und ihrer Dauer-Rivalin Martina Sáblíková. Platz 8 für Claudia Pechstein bei ihrem Aufsehen erregenden Comeback und 15. Rang für WM-Debütantin Jennifer Bay. Teamleader Helge Jasch zog sein Fazit des Auftakts mit zufriedener Miene. „Damit ist das Eis gebrochen, nach der ersten Medaille kehrt Ruhe ein. Ein Grund, im Quartier auf diesen Erfolg anzustoßen.“

FahnenkinderFahnenkinder bei der Eröffnungsfeier in Inzell. Foto: DESG-Presse„Full House“ bei der feierlichen Eröffnung der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft. In der strahlend herausgeputzten Max-Aicher-Arena von Inzell tanzten die Fans auf den Tribünen, als das Blasmusik-Orchester „Die lustigen Holzhacker-Buam“ anstimmte und die aus fast hundert Paaren bestehende Trachtentanzgruppe – in Krachledernen und Dirndl gekleidet – zum Schuhplattler ansetzte. „Den ersten Weltrekord“ vermeldete Inzells Bürgermeister Martin Hobmaier, nie sei eine Eis-Arena so schnell gebaut worden wie im Chiemgau. Jetzt ist es an den Sportlern, auch auf dem 400-Meter-Oval für grandiose Zeiten zu sorgen.

Homepage_berarbeitenNico und Denny Ihle aktualisieren ihre Homepage.
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Natürlich bewohnen Nico & Denny im Inzeller WM-Quartier ein gemeinsames Zimmer. Schließlich frönen die Sachsen-Brothers seit 16 Jahren dem Eisschnelllaufen, trainieren zusammen, schmieden Pläne, doch manchmal ist auch Stillschweigen angesagt. „Da sitzen wir nur da und reden nichts“, sagt der eine. Der andere nickt, aber das komme eher selten vor. Denn die sportliche Herausforderung ist ja erst zu 50 Prozent erfüllt, es gibt viel zu besprechen.

Pressekonferenz_InzellBürgermeister Martin Hobmaier, OK-Chef Hubert Graf, DESG-Präsident Gerd Heinze (v.l.n.r.).
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TV- und Rundfunkteams wie Print- und Fotojournalisten hatten sich in großer Zahl in den „Chiemgau Appartements“ eingefunden, um Ziele und Analysen von Organisatoren, Athleten und Trainern zu erfahren. Inzell, „das Mekka des Eisschnelllaufsports“ (DESG-Präsident Gerd Heinze), ist stolz, zum 13. Mal eine internationale Meisterschaft austragen zu können. Und das gleich in der neu erbauten Halle, die den „Machern“ auch auf den letzten Drücker alles abverlangt.

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