170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

DSC 5687 ISU World Cup Salt Lake City 101217 MdJ 2Strahlende Gesichter in Salt Lake. Patrick Beckert, Ted-Jan Bloemen und Moritz Geisreiter. Foto: Martin de JongEin solches Weltcup-Wochenende haben die deutschen Eisschnellläufer lange nicht mehr erlebt. Vier Medaillen auf dem schnellsten Eis der Welt, in Salt Lake City. “Damit können wir den ersten Weltcup-Block guten Mutes abschließen”, bilanzierte Teamleader Helge Jasch in Utah. “Aber dieser Abschluss mit drei Podiumsplätzen am Sonntag war schon der Wahnsinn.”

Well done, DESG-Skater. Patrick Beckert und Moritz Geisreiter bestiegen das Podium über 5000 m Meter. Vorher gewann Claudia Pechstein (3000 m) Bronze. Mit der gleichen Platzierung hatte sich das Team Richtung Olympia katapultiert. Judith Dannhauer erfüllte im Sprint die DOSB-Norm.

Yes, Salt Lake City hat wirklich “the fastest ice in the world”. Auf der Olympia-Bahn von 2002 purzelten die Rekorde wie Dominosteine. Beim Tempomachen mit dabei: Team Germany. Nico Ihle unterbot seinen eigenen 500-m-Rekord um zwei Hundertstel und belegte in 34,35 Sekunden Platz 7. Ein gutes Resultat für den 32-jährigen Chemnitzer nach zuletzt schwierigen Sprints. “Ich habe gezeigt, dass ich wieder bereit bin, vorne mitzumischen. Deshalb bin ich super happy über den Lauf. Da ist der Rekord erstmal Nebensache. Das Läuferische war entscheidend”, sein Urteil. Erneut ging der Sieg an den Kanadier Alex Boisvert-Lacroix in starken 34,15 Sekunden.

DSC 3364 ISU World Cup Stavanger 2 191117 MdJClaudia sammelt weiter Edelmetall. Foto: Martin de JongGreat job, Claudia. Als in Germany alle schliefen, sorgte die 45-jährige Berlinerin für ein dickes Ausrufezeichen. Platz 1 im Massenlauf. Zusammen mit zwei Rivalinnen machte sie sich aus dem Staub – und flog als Erste über die Ziellinie. “Besser kann man es nicht machen”, beurteilte Teamleader Helge Jasch den Canada-Coup. Und das nur gut zwei Wochen nach dem 5-km-Sieg von Stavanger. Wenn Olympia morgen wäre, die fünffache Goldmedaillengewinnerin hätte beste Karten. Sie betont aber, dass bis zum Tag X in Südkorea noch viel Arbeit vor ihr liegt und vor allem die Gesundheit mitspielen müsse.

FOT 6361 ISU World Cup Calgary 021217 2MdJDer deutsche "D-Zug". Claudia Pechstein, Gabi Hirschbichler und Roxanne Dufter. Foto: Martin de JongDer erste Advent in den Rock Moutains, das klingt verführerisch romantisch. Aber statt in einem verschneiten Blockhaus brennt das Kerzlein im Olympic Oval von Calgary. Der vorletzte Qualifikations-Weltcup lässt keinen Raum für besinnliche Feierstunden: nur schnell um die Kurven lautet die Devise. An die sich die DESG-Damen im Team Pursuit hielten. Bundestrainer Van Veen hatte die Staffel in der Vorbereitung qualitativ wie quantitativ gepuscht. “Viel mehr als Hinterherlaufen”, sei das gewesen meinte der Holländer süffisant beim Medienseminar des Verbandes. Und in Calgary zeigten Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler ein Top-Rennen. Der Lohn: Silber in guten 2:56,86 Minuten. “Einen harmonischen Lauf” konstatierten die Betreuer. Und auf dem Podest durfte das Trio jubeln. Im Weltcup liegt man auf Rang 3, da stimmen die Vorzeichen für Korea – Rang 8 ist erforderlich. “Eine olympische Medaille” hatte Jan van Veen frühzeitig als machbar ausgegeben. Schneller waren nur die in diesem Winter fast furchterregend formstarken Japanerinnen, Oranjes Damen kamen auf der Geraden zu Fall.

Die Deutschen sind eine Nation der Langstreckenläufer. So lautet die erste Erkenntnis des Weltcup-Auftakts in Calgary.  Auf dem einmal mehr sehr schnellen Olympic Oval setzte Claudia Pechstein mit Platz 5 über 3000 m das erste Ausrufezeichen. Dann gingen die Jungs in die Spur – und ließen es über die 5000-m-Distanz krachen. Fünfter Moritz Geisreiter in 6:11.47 Minuten, die Bronzemedaille ging an Patrick Becker mit einem neuen deutschen Rekord (6:10,80). „Das ist mal ein Auftakt“, kommentierte Teamleader Helge Jasch.

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