170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Noch ein letzter Tag morgen auf dem Mokdong Ice Rink in Seoul – und das vorolympische Weltcup-Kapitel ist beendet. Danach sortiert der Weltverband ISU die Resultate, Quotenplätze und Streichresultate für die Teilnahme an den Winterspielen in Gangneung. Ein hochkomplexes System, wie selbst Insider bemerken. Die deutschen Damen hatten mit der Teilnahme am Halbfinale über 1500 m durch Anna Seidel und dem Viertelfinale im Sprint (Bianca Walter) Vorabeit geleistet. Am Samstag aber konnte das Dresdner Duo nicht nachlegen. Anna Seidel verpasste das B-Finale knapp, um am Ende Platz 15 im Strecken-Ranking zu belegen. Ihre Teamkameradin scheiterte im ihrem Lauf – und klassierte sich in der 500-m-Session als Vierzehnte.

„Auf den 1000 Metern lag mein Hauptaugenmerk. So schnell wie möglich raus aus der B-Gruppe. Ziel erfüllt“, so kommentierte Nico Ihle seinen Sieg in der B-Gruppe beim Weltcup-Auftakt in Stavanger. In 1:09,58 Minuten gewann der 31-Jährige „sein“ Rennen - aufgrund der Disqualifikation in Heerenveen notwendig geworden. Damit kann er in Übersee wieder ins A-Geschehen eingreifen – und Jagd auf die Olympia-Quali über diese Strecke machen. Am gleichen Tag stand an Norwegens Westküste auch der erste Sprint auf dem Programm. „Vielleicht waren die Beine etwas schwer“, meinte Nico, der auch einen Fehler direkt beim Start konstatierte. Kein großer Fauxpas: seit der Silbermedaille beim Auftakt ist er über die 500 Meter im Hinblick auf die Winterspiele sowieso im Plan.

Anna Schaats FotosAnna auf Olympia-Kurs.
Foto: Schaats Fotos
Anna Seidel (19) untermauert in Seoul ihre Olympia-Ambitionen mit Nachdruck. Im 1000-m-Rennen machte die Dresdner Sportgymnasiastin die nächste Viertelfinale-Teilnahme perfekt. “Es war ein enges Rennen, aber auch ein guter Lauf von ihr”, analysierte Coach Daniel Zetzsche. Über die Zeit (1:32,664 Minuten) reichte es für die nächste Runde. Am Sonntag hat sie nun die Möglichkeit, einen Schlusspunkt unter eine erfolgreiche erste Weltcup-Hälfte zu setzen.

2017 11 16 PHOTO 00000014Bibi: Perfekte Schräglage trotz Oberschenkelzerrung. Foto: B.WalterSonnenaufgang im Fernen Osten. Zumindest bildlich gesprochen für die deutschen Shorttrackerinnen. Beim letzten Quali-Weltcup fühlte sich zunächst Anna Seidel wohl auf dem Eis von Seoul. Platz 2 und damit Einzug ins Semifinale über 1500 Meter für die 19-jährige Dresdnerin. Die sich in Südkoreas Hauptstadt wohl fühlt und auskennt, hatte sie doch einen ganzen Sommer in Seoul gelebt: für Trainings-Maßnahmen und um die Gepflogenheiten der einheimischen Kurvenflitzer kennenzulernen.

Sagen wir es so: an diesem Wochenende beginnt „offiziell“ der olympische Winter. Denn: das Fernsehen (ZDF) präsentiert in seiner Extra-Sendung (ab 14.30 Uhr) den ersten Wintersportblock. Skispringen, Bob und Rodeln … sowie Eisschnelllaufen. Am Samstag und Sonntag steht das TV-Team von Hermann Valkyser in Stavanger am Rande der Bande, auf den (Eis-)Spuren des zweiten Saison-Weltcups. In den Fokus rücken die langen Kanten. Nur in der Somarka-Arena, 2017 Austragungs-Ort des Weltcupfinals, stehen die 5000 m (Damen) und 10 000 m (Herren) auf dem Programm. Es geht um alles – da sich auf diesen Strecken jeweils nur 12 Starter für die Winterspiele qualifizieren können. High Time für Claudia Pechstein, Patrick Beckert und Moritz Geisreiter, die in Heerenveen jeweils die „halbe Norm“ ablieferten. „Der Rest folgt jetzt“, so der dreifache Deutsche Meister und WM-Dritte Patrick Beckert.

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