170719 Onlinebanner 470x70 Eisschnellauf

Foto_HirschbichlerGabriele Hirschbichler - planen für die Zukunft.
Foto: DESG-Presse
„Wenn der Wurm erst mal drin ist…“ Monique Angermüller machte aus ihrem Herzen keine Mördergrube, die Berlinerin war mit Platz 13 (1:17,33 min) „natürlich unzufrieden. Selbst wenn nur vier Hundertstel zu den Top-Ten fehlten. Im Rückblick muss ich zugeben, es war ein verdammt schlechtes Jahr.“ Krankheiten ließen einen konstanten Formaufbau nie zu. „Aber das Laufen macht mir auch jetzt noch viel Spaß, deshalb freue ich mich auf die 500 Meter morgen. Vielleicht geht da ja noch was.“

Beckert_ActionTrotz Erkältung starke 5000 m-Leistung von Patrick Beckert.Bundestrainer Stephan Gneupel ruderte am Bahnrand mit den Armen, als wolle er „seinen“ Patrick Beckert voll ins Ziel schieben. Anfeuerung bis zum Super-Gau für die Stimme. Denn der junge Mann benötigte jede Assistenz von „draußen“. Seit Mittwoch erkältet, erst Halsweh, dann Husten, Gliederschmerzen. Und das am wichtigsten Wochenende der Saison, der Heim-WM. „Das ist schon bitter und gefährdet die Arbeit eines Jahres“ (Gneupel). Ein guter 12. Platz (6:30.52) nach starkem Start und tollem Finish, zwischendurch aber musste Beckert den schwächeren Beinen Tribut zollen.

Monique_InzellMonique Angermüller: Mit der Sonne um die Wette strahlen.
Foto: DESG-Presse
Inzell verneigt sich vor Ireen Wüst. Über 5000 Zuschauer in der neuen Halle huldigten der Niederländerin nach ihrem zweiten WM-Titel im – nach Heerenveen – zweitliebsten Eisschnelllauf-Mekka für holländische Schaatser-Fans. Beeindruckend, wie die 24-jährige Olympiasiegerin auch über 1500 Meter in 1:54,80 Minuten ihre Konkurrenz in Grund und Boden lief. Dann drehte sie Ehrenrunden mit Blumenstrauß, während die Oranje-Journalisten Eilmeldungen in die Heimat schickten. „Holland fühlt sich in Inzell wie zuhause“, ihre Message. Zumal auch die Plätze 2 (Diane Valkenburg) und 3 (Jorien Voorhuis) dem bärenstarken KNSB-Team gehörten.

Aktion_2Samuel Schwarz blickt positiv in die Zukunft, auch wenn es jetzt nicht ganz geklappt hat. Samuel Schwarz auf Platz 9, Nico Ihle 18. – „Minimalziel erreicht, aber insgeheim hatten wir uns noch etwas mehr ausgerechnet“, meinte Sprint-Bundestrainer Thomas Schubert nach dem 1000-Meter-Rennen der Männer. „Wir wollten beide Läufer unter den Top-Ten sehen, aber es ist auch ungünstig, dass Nico und Samuel in einen gemeinsamen Lauf gelost wurden.“

Pechi_Geisreiter_InterviewMoritz Geisreiter (links) lauscht Claudia Pechstein und Moderator Jens Zimmermann auf der DKB-Couch.
Foto: DESG-Presse
Dieser Mann fällt auf, obwohl er kein lauter Zeitgenosse ist. Zwei Meter lang, blond, schlank, markante Brille. In Inzell kennt ihn jeder, denn Moritz Geisreiter wuchs in dem Eisschnelllauf-Eldorado im Chiemgau auf und ist bis heute fest mit der Gemeinde verbunden. Am Samstag nun erfüllt sich ein Traum für den Langstreckenspezialisten: der Start bei der Weltmeisterschaft über 10.000 Meter in seiner Heimat.

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