Jenny_FaustJenny: Das war's - erst einmal... Foto: DESG-PresseAm Abend nach dem Gold-Triumph von Jenny Wolf hatten die holländischen Fans die deutsche Sprint-Königin entdeckt – und erhielten jedes Autogramm, alle Fotos von und mit der losgelösten Berlinerin. Am nächsten Morgen verabschiedeten die Team-Kollegen der DESG Jenny und ihren Ehemann Oliver Lotze in den Urlaub. „Den habt ihr euch verdient“. Das Paar bleibt im Chiemgau, um in Reit im Winkl einen „sogenannten“ (Oliver) Skiurlaub zu verbringen.

drei_glckliche_jungsMarco Weber, Tobias Schneider und Robert Lehmann: unerwartet zu Platz 4.
Foto: DESG-Presse
Fünf Medaillen für den Gastgeber („damit sind wir zufrieden“, so Chef-Bundestrainer Markus Eicher) – mehr als prognostiziert und erwartet. Ein neues Mekka für den Sport erlebte seine Feuertaufe mit güldenem, silbernem und Bronze-Glanz. Dass der Abschluss einem schon abgeschrieben geglaubten Routinier-Team vorbehalten blieb, passte zu den emotionalen Momenten im Chiemgau, ganz im Süden der Republik, zwischen Altschnee-Häufen und Frühlingssonne.

Stephi_und_MamaStephanie Beckert freut sich mit Mama über Medaille Nummer 3. Foto: DESG-PresseDa strahlten drei DESG-Damen um die Wette. Stephanie Beckert, Isabell Ost und Claudia Pechstein gewannen zum Abschluss der Einzelstrecken-WM Bronze. Großes Kino versprach das Team-Pursuit-Spektakel, live in der Max-Aicher-Arena sorgte es für erhöhten Puls – auch bei den Zuschauern. Die Kanadierinnen mit Christine Nesbitt, Britanny Schüssler und Cindy Klassen legten eine ganz harte Nuss vor: 2:59,74 Minuten, elf Sekunden schneller als die US-Girls – eine Zeit, die kein Team zu knacken imstande sein sollte.

Jenny_und_Dr_BachDOSB-Präsident Dr. Thomas Bach gratuliert Jenny Wolf zum Sieg.
Foto: DESG-Presse
Die „37“ verdeutlichte den Unterschied zwischen Jenny Wolf und dem Rest der Sprint-Welt. Die Berlinerin stürmte als Einzige mit Zeiten unter der magischen Marke ins Ziel, verbesserte ihre 37,98 sec aus dem „ersten Gang“ sogar noch um zwei Hundertstel und wurde souverän Champion – zum vierten Mal in Folge auf dieser Strecke, das schaffte vor ihr noch keine.

siegerehrung_WHess_2Jubel in Inzell. Stephanie Beckert, Martina Sáblíková und Claudia Pechstein.
Foto: Wilfried Heß
„Wir haben unsere neue Arena mit diesem Tag und den Leistungen von Stephanie und Claudia glanzvoll eingeweiht“, fand DESG-Präsident Gerd Heinze nach einem historischen Samstag für seinen Verband die richtigen Worte zum Ergebnis über 5000 m. Platz 2 für Stephanie Beckert, Dritte Claudia Pechstein – hinter der überragenden tschechischen Olympiasiegerin Martina Sáblíková. Die Halle tanzte für die Medaillen Nr. 2 und 3 für die deutschen Eisschnellläufer. „Man kann vieles planen, aber nicht, dass zwei Generationen über die gleiche Strecke auf dem Treppchen stehen“, so Sportdirektor Günter Schumacher.

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