Bild Workshop Torev.l.: Matthias Kulik, Stefanie van Eck, Tore Felgendreher, Dieter WallischDie Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft e.V. und die Vermarktungsagentur "B2FC" haben eine Zusammenarbeit bis zu den Olympischen Winterspielen im Jahr 2022 vereinbart. Die Agentur "B2FC" wird ab sofort mit der Vermarktung der DESG beauftragt und somit zur Professionalisierung des Verbandes beitragen. 

Die Agentur "B2FC" mit Sitz in Bremen betreut bereits mehrere Sportvereine in den Bereichen Marketing und Sponsoring. Weiterhin wird auch das Max Kruse Racing Team sowie das Klimahaus Bremerhaven über "B2FC" vermarktet. Agentur-Inhaber Tore Felgendreher, welcher auch über fünf Jahre in der Sponsoring-Abteilung bei Werder Bremen tätig war, freut sich auf die langjährige Zusammenarbeit: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bereits im kommenden Jahr mit einem kreativen Partner-Konzept passende Unternehmen für die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft begeistern werden. Insbesondere die vorhandene TV-Reichweite sowie kreative Ideen für digitale Aktivierungen liefern sehr gute Argumente für eine Kooperation mit potenziellen Partnern."

Nico NurSultan Hendrik bearbNico - quälen für Nagano.
Foto: Hendrik Dombek
Der Weltcup #3 in Kasachstan signalisierte einen gewissen Aufwärtstrend der deutschen Eisschnellläufer, ablesbar an den Zeiten und Resultaten. In Asien notierten die Bundestrainer Bouwman und Leger drei persönliche Bestzeiten und vier Top-Ten-Plätze. Am knappsten am Podium vorbeigeschrammt: Nico Ihle, der in 1:09,08 Minuten Rang 5 über die 1000 Meter erreichte. „Ja, endlich! Jetzt kommt so langsam alles wieder zusammen. Ich bin happy“, strahlte der Chemnitzer, der als Zweiter der B-Gruppe (500 m) schon angedeutet hatte, dass sein Tempo wieder stimmt – gerade den Angang erwischte er deutlich schneller. Platz 7 für Joel Dufter über die 1000 m in 1:09,26. „Das war ein guter Lauf, bei dem ich auf Geschwindigkeit gekommen bin. In Runde zwei bin ich noch zu viel ‚gestorben‘, aber das bekommen wir hin bis nächste Woche.“ Dann ist Nagano der nächste Weltcup-Gastgeber.

Anna GinaAnna und Gina - Vorfreude auf die EM. Foto: Leon Kaufmann-Ludwig„Ich bin sehr froh, endlich wieder näher an meiner alten mentalen Form zu sein, es hat Spaß gemacht, hier zu laufen“, so der Kommentar von Anna Seidel nach ihrer guten Shorttrack-Performance beim Weltcup in Shanghai. Über 1500 m hatte sich die 21-Jährige bis ins „kleine Finale“ gekämpft, was am Ende den elften Rang bedeutete. Ein Ausrufezeichen für die Dresdnerin, die zuletzt mehrfach von den Konkurrentinnen „weggecheckt“ worden war. Jetzt ist Anna erneut in der Spur. Das unterstrich auch Rang 16 im 500-m-Rennen, wahrlich nicht ihre Sahnestrecke. Die anderen Kurvenflitzer der DESG kamen mit den Gegebenheiten in Asien weniger gut zurecht. Adrian Lüdtke erreichte im Sprint nur Rang 25, Christoph Schubert wurde 28. Die junge Gina Jacobs kam über 1000 m auf Position 26 ins Ziel. Anna Seidel blickt bereits nach vorne. „Dieses Gefühl hier nehme ich jetzt mit und freue mich – nach etwas entspannteren Weihnachtstagen – schon auf die EM.“ Um kontinentale Ehren geht es dann im Januar 2020 in Debrecen/Ungarn. Dann folgt das Heimspiel mit dem Weltcup in Dresden.

Training in KAZTraining im Alau Ice Palace.
Foto: Helge Jasch
Weltcup #3 der Eischnellläufer, jetzt gilt es. In Kasachstans Metropole Nur-Sultan (früher Astana) ist das Eis schnell, die Bedingungen gut – und die DESG-Sportler sind hochmotiviert. Zum Beispiel Joel Dufter. „Nun zählt es, jetzt muss geliefert werden“, so der Deutsche Meister über 500 m. „Und ich freue mich drauf und bin gespannt, wie es ausgeht.“ In Asien stehen wieder die 1000 Meter auf dem Programm. Auch für Nico Ihle die Kerndisziplin seit diesem Winter. Entsprechend meldet sich der Sachse aus Kasachstan: „Jetzt wird angegriffen.“ Der schnelle Untergrund kommt ihm entgegen. Das gilt aber auch für die komplett vertretene Weltklasse im Alau Ice Palace der Millionenstadt. Für Patrick Beckert bietet sich die einzige 10-km-Chance im Rahmen des Weltcups. „Es gilt, sich der Zeitverschiebung ordentlich anzupassen, damit der Körper fit für Samstag ist“, so der WM-Vierte von Inzell.

Nico JoelNico und Joel im ZDF-Interview.
Foto: ZDF-Mediathek
Weltcup #2 – aus deutscher Sicht gab es nur wenige Verbesserungen gegenüber dem Auftakt vor einer Woche in Weißrussland. Die Bundetrainer zeigten sich „unzufrieden“ mit dem Abschneiden in der Arena von Tomaszow, analysierten dementsprechend. „Es ging noch ein bisschen zäh, wir haben aber keine Sorge, in zwei Wochen stärker aufzutreten“, so Danny Leger, für Kurz- und Mittelstrecke verantwortlich. „Auf hohem Level“ habe man trainiert, aber die guten Ansätze jetzt im Weltcup nicht fortsetzen können.

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